Wohnmobilbrand in Werne: So laufen die Ermittlungen

dzParkplatz am Hagen

Wie kam es zu dem Brand des Wohnmobils eines Lüners in Werne? Die Ermittlungen laufen - doch die Ursachenforschung könnte sich schwierig gestalten. So gehen die Ermittler jetzt vor.

Werne

, 26.10.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach dem dramatischen Wohnmobilbrand auf dem Parkplatz am Hagen sind noch viele Fragen ungeklärt. Ein 81-jähriger Mann aus Lünen war bei dem Vorfall am Samstagmorgen (24. Oktober) schwer verletzt worden. Laut Angaben der Feuerwehr hatte der Mann vermutlich noch versucht, das Feuer selbst zu löschen und dabei schwere Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung erlitten. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Fahrzeug bereits in Flammen. Der Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht mehr im Wohnmobil.

Über den aktuellen Gesundheitszustand des Lüners ist Stand Montagmittag (26. Oktober) nichts bekannt. Das teilte Vera Howanietz, Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde Unna, auf Anfrage unserer Redaktion mit. Er befinde sich noch im Krankenhaus und sei zu dem Vorfall bislang noch nicht befragt worden.

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Seine Aussagen könnten - neben den Aussagen weiterer Zeugen - bei der Ermittlung der Brandursache eine entscheidende Rolle spielen. Denn wie genau der Brand im Wohnmobil entstanden ist, ist derzeit noch unklar.

Der Fall ist inzwischen an das zuständige Fachkommissariat der Polizei weitergegeben worden. Das stark abgebrannte Fahrzeug wurde sichergestellt. Die Ermittlungen laufen. Dabei gilt es unter anderem durch einen Brandsachverständigen zu klären, ob es sich um einen technischen Defekt, eine fahrlässige oder gar vorsätzliche Brandstiftung handelte - ob der Brand also durch Unvorsichtigkeit oder wissentlich und planmäßig zustande kam.

Wohnmobil auf dem Parkplatz am Solebad brannte stark ab

Ebenso muss geklärt werden, ob gegebenenfalls weitere Personen für die Entstehung des Brands verantwortlich sein könnten. Bei der Ursachenforschung gehe man nach dem Ausschlussprinzip vor, wie Howanietz erklärt: „Bei hohen Zerstörungsgraden sind die Ursachen aber natürlich schwieriger festzustellen.“

Dass dies auch für den Fall des ausgebrannten Wohnmobils gelten könnte, hatte Tobias Tenk, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Werne, am Wochenende bereits im Gespräch mit unserer Redaktion angedeutet.

Und wie geht es nach der Ersteinschätzung durch die Ermittler weiter? „Die Ermittler stellen die Fakten dann der Staatsanwaltschaft zur Verfügung. Die entscheidet, ob es sich um ein Unfallgeschehen handelt oder eine strafbare Handlung“, so Howanietz. Je nachdem, wie die Staatsanwaltschaft die Sachlage einschätzt, gestalten sich dann auch die weiteren Ermittlungen - insbesondere im Falle einer vorsätzlichen Brandstiftung.

Den durch den Brand entstandenen Sachschaden hat die Polizei inzwischen auf gut 40.000 Euro beziffert.

Die verkokelten Reste wurden nach dem Brand vom Parkplatz beseitigt.

Die verkokelten Reste wurden nach dem Brand vom Parkplatz beseitigt. © Philipp Ostrop

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