Nachfrage nach Wohnungen im Campus-Viertel in Selm ist hoch

dzWohnen am Campus Süd

Das neue Wohnviertel am Campus wächst beim Zuschauen: Das erste Haus ist bereits bezogen, bei anderen sind die Handwerker noch zugange. Viele Wohnungen sind vermietet, aber noch nicht alle.

Selm

, 01.06.2020, 18:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Wohnungen am Campus-Gelände sind begehrt - zur Freude der Immobiliengesellschaften, die als Bauherren dahinter stehen. Dabei ist das Projekt für Selm eher untypisch und eine so verdichtete Bauweise wie dort für Selm einzigartig.

Doch das, so erklärt Carsten Unterberg, Geschäftsführer beim Bauverein zu Lünen, ist eben auch das besondere an dem Bauprojekt, und nicht nur, weil es zeitgemäß ist. „So zu bauen bietet ökonomische und ökologische Vorteile, und zur Barrierefreiheit gehören auch kurze Wege“, erklärt der für den technischen Part zuständige Geschäftsführer des Bauvereins. Wer künftig in den Wohnungen am Campus-Gelände lebe, hätte es nicht weit bis zum Stadtzentrum.

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Die große Nachfrage nach den Wohnungen scheint den Planern Recht zu geben. - auch, wenn die Preise für Selm nicht günstig ist. Das erste und größte Haus, das die WBG Lünen errichten ließ, ist bereits fertig und seit Mitte März bezogen. Dort gab es Wohnungen für neun Euro pro Quadratmeter. Weitere Häuser und Wohnungen sind in der Fertigstellung und können zum 1. Juli beziehungsweise 1. August bezogen werden. „Vereinzelte Wohnungen sind noch zu haben“, sagt WBG-Prokurist Jan Hische. Insgesamt sei die Nachfrage sehr gut und es gäbe zahlreiche Reservierungen, bei denen der Vertragsabschluss aber noch fehle. „Interessierte können sich daher immer melden. Manchmal verändern sich Lebensumstände, so dass eine Wohnung auch wieder zu haben ist, weil es dann doch nicht zum Vertragsabschluss kommt“, sagt Hische.

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22 Wohnungen wird der Bauverein zu Lünen anbieten - und für die besteht ein reges Interesse, bestätigt Carsten Unterberg. Obwohl der erste Bauabschnitt noch nicht abgeschlossen ist, gibt es für 13 Wohnungen verbindliche Reservierungen und auch Zusagen seitens des Wohnungseigentümers. „Ein paar Wohnungen haben wir aber noch. Interessierte können sich gerne melden.“ Mit dem Einzug müssten die Interessenten aber noch warten, die ersten Wohnungen können vermutlich ab Oktober bezogen werden, die anderen folgen sukzessive. „Aber der frühe Vogel fängt den Wurm“, sagt Unterberg und meint in diesem Fall: „Der frühe Interessent sichert sich den Mietvertrag.“

Dass der Bauverein zu Lünen mit seinen Wohnungen später auf den Markt kommt als die WBG liegt an der Bauplanung. Der Bauverein wollte erst das Haus der Wirtschaft realisieren, um einen Frequenzerzeuger im Quartier zu haben, und dann auf die Wohnbebauung setzen.

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„Wohnungen lassen sich jederzeit vermieten“, erklärt Unterberg, Gewerbetreibende seien schwieriger zu finden. Einzug halten werden jedoch die Sparkasse an der Lippe, Ess-Mann’s Backstube, der Pflegedienst MIA mit einer Wohngruppe sowie voraussichtlich das Jobcenter.

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