Witsel zieht positives Fazit über Favre

Borussia Dortmunds Mittelfeldspieler Axel Witsel hat vor dem Saison-Finale am Samstag ein positives Fazit gezogen. „Wir hatten uns zum Ziel gesetzt, die Bayern herauszufordern und sie im besten Fall sogar von Platz eins zu verdrängen zu wollen. Aber in einer so starken Liga wie der Bundesliga ist auch ein zweiter Platz keine Schande“, sagte der 31-Jährige bei Sport1. Das sei in dieser Saison das Maximum gewesen, meinte der Belgier und versprach: „Wir werden die Bayern jedenfalls wieder attackieren. Aber dazu wird wohl auch gehören müssen, sie in den direkten Duellen zu besiegen. Vergangene Saison ist uns das im Hinspiel in der Hinrunde gelungen, seither nicht mehr. Das gehört zur Wahrheit auch dazu.“

24.06.2020, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Axel Witsel am Ball. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Axel Witsel am Ball. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Die Kritik an Trainer Lucien Favre kann der BVB-Profi nicht nachvollziehen. „Wir haben unter Lucien Favre in zwei Jahren rund 150 Punkte geholt – das wäre für jede Mannschaft der Welt ein Top-Ergebnis. Er ist auch, wenn ich richtig informiert bin, der BVB-Trainer mit dem historisch besten Punkteschnitt – sogar noch vor einem gewissen Jürgen Klopp. Auch einen Torrekord, wie wir in dieser Saison, stellt man bei einem Club wie Borussia Dortmund nicht en passant auf. So furchtbar viel verkehrt kann er also nicht gemacht haben“, meinte Witsel.

Der Belgier bekannte sich auch zu den Aktionen im Stadion um den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd. „Fußball ist in erster Linie ein Spiel, das den Menschen Freude bereiten sollte. Aber seine Bühne ist auch so ungemein groß, dass es geradezu eine verschenkte Chance wäre, wenn man seine Reichweite nicht auch für wirklich wichtige Botschaften nutzen würde“, sagte Witsel. „Das Bewusstsein, dass der Fußball dazu beitragen kann, scheint sich gerade in den Köpfen vieler Spieler, aber auch bei Funktionären durchzusetzen. Ich halte das für eine gute Sache.“

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