Wetter im Oktober: So wenig Sonne wie zuletzt vor 22 Jahren

Sonnenscheinarm, regenreich und deutlich wärmer als im langjährigen Mittel: Der Deutsche Wetterdienst hat am Freitag seine vorläufige Bilanz für den Oktober vorgelegt. NRW bekam im Vergleich zum Bundesschnitt besonders wenig Sonne ab. Mit nur etwa 50 Stunden (langjähriger Mittelwert: 107 Stunden) schien die Sonne so selten wie seit 1998 nicht mehr. Zum Vergleich: Im September hatte die Sonne noch 198 Stunden geschienen (Vergleichswert: 135 Stunden). Im Schnitt war es in Nordrhein-Westfalen 10,7 Grad warm, knapp ein Grad mehr als im langjährigen Mittel.

30.10.2020, 15:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Person läuft mit einem Regenschirm auf einem Gehweg. Foto: Tom Weller/dpa

Eine Person läuft mit einem Regenschirm auf einem Gehweg. Foto: Tom Weller/dpa

Bundesweit mit einem Schnitt von 10,2 Grad lag der Monat 1,2 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode von 1961 bis 1990, wie der DWD in Offenbach nach ersten Auswertungen mitteilte. Zugleich blieb die Sonnenscheindauer bundesweit mit fast 70 Stunden deutlich unter dem Mittel von 109 Stunden.

Pro Quadratmeter fielen in NRW rund 80 Liter Regen (Vergleichswert: 62 Liter). Freuen dürfte dies unter anderem die Talsperrenbetreiber. So verzeichnete etwa der Ruhrverband, der im Ruhrgebiet die Wasserversorgung für rund 4,6 Millionen Menschen sicherstellt, bis einschließlich Donnerstag bereits 101 Liter Niederschlag im Einzugsgebiet der Ruhr. Einen höheren Wert hatte es dort zuletzt im regenreichen Februar mit fast 200 Litern gegeben.

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