Werner Gastgewerbe verzeichnet massive Umsatzeinbußen durch Corona-Krise

dzCorona-Krise in Werne

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) berichtet deutschlandweit von extremen Umsatzeinbußen der Gastgewerbe durch die Corona-Krise. In Werne zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.

Werne

, 17.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat ein düsteres Bild der Situation der Gaststätten und Hotels in Deutschland knapp sechs Monate nach Beginn der Corona-Pandemie gezogen. Das Gastgewerbe in Deutschland sei in großer Not, heißt es von dem Verband.

„Die Krise im Gastgewerbe ist noch lange nicht vorbei“, sagt die Dehoga zu einer Umfrage des Verbands unter den Betrieben. Insgesamt zählt der Verband in Deutschland 222.000 Gastgewerbs-Betriebe mit 2,4 Millionen Beschäftigten. Der Umfrage zufolge haben 61,6 Prozent angegeben, um ihre Existenz zu bangen.

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Laut Statistischem Bundesamt beliefen sich die Umsatzverluste von März bis Juni auf 17,6 Milliarden Euro. Die von der Dehoga befragten Betriebe selbst meldeten Umsatzeinbußen von 55,8 Prozent. Auch wenn sich diese von Juli bis August auf 43,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr abschwächten.

Werner Betriebe berichten von massiven Umsatzeinbußen

Wir haben dieses Ergebnis zum Anlass genommen, um einmal bei den Werner Gastgewerben nach der aktuelle Lage zu fragen. Dazu haben wir über 30 Betriebe nach ihrer aktuellen Lage befragt. Geantwortet haben allerdings nur zwei: das Steakhaus Galgenbach und das Restaurant Wittebrinks Hof. Beide berichten von massiven Einsatzeinbußen.

Der Wittebrinks Hof gab an, seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland im März bis zu 60 Prozent seiner Umsätze eingebüßt zu haben. Das Steakhaus Galgenbach gab Einbußen von rund 50 Prozent an. Beide hatten angegeben, ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt zu haben. Im Wittenbrinks Hof seien die Mitarbeiter allerdings seit September wieder in Vollzeit beschäftigt.

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Beide hatten Corona-Soforthilfe von der Bundesregierung beantragt und diese sei auch in beiden Fällen angekommen. Ebenso sind sich beide einig, dass Bund und Länder die Corona-Krise für die Betriebe nicht anders hätten regeln können.

Dehoga: „Staatliche Hilfen reichen nicht aus“

Während das Steakhaus Galgenbach angibt, sich ähnlich wie viele Betriebe in Deutschland in seiner Existenz bedroht zu sehen, gab der Wittebrinks Hof an, dass dies dort nicht der Fall sei.

Laut der Dehoga zeichneten sich große Unterschiede zwischen Betrieben in Ferienorten und denen in Städten ab. „Urlaubshotels und Ausflugsrestaurants insbesondere mit Terrassen und Biergärten verzeichneten eine gute Nachfrage“, so Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Er ist der Ansicht, dass die derzeitigen staatlichen Hilfen nicht ausreichten, um eine Pleitewelle zu verhindern und Arbeitsplätze zu schaffen. Deshalb fordert er Nachbesserungen bei den Überbrückungshilfen, die Entfristung der Mehrwertsteuersenkung mit Berücksichtigung von Getränken sowie eine gesetzlich klare Regelung zur coronabedingten Pachtminderung.

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