Wer verwaltet Schwertes Geld? 12 Kandidaten für Brennenstuhl-Nachfolge

dzPolitik in Schwerte

Wer kümmert sich künftig um die Finanzen der Stadt? Am 7. Oktober bestimmt der Rat einen neuen Kämmerer. Wer das wird, ist offen. Fest steht: Kompetenz alleine reicht für die Stelle nicht.

Schwerte

, 28.09.2020, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 1. September hat Kämmerin Bettina Brennstuhl die Stadt Schwerte in Richtung Lünen verlassen. Die Stadt sucht nun einen Nachfolger. Wer das sein wird, bestimmt man bereits am 7. Oktober. Dann kommt der alte Rat der Stadt Schwerte noch einmal zu einer Ratssitzung zusammen.

Auf der Tagesordnung steht auch die Benennung eines neuen zweiten Beigeordneten für die Stadt. Wer das sein wird, lässt die Unterlage noch offen. Anstelle des Namens, steht im Beschlussvorschlag der Verwaltung eine Strichlinie.

Kompetenz und Erfahrung reicht nicht

Doch was sind die Voraussetzungen, um Kämmerin oder Kämmerer der Stadt zu werden? Zum einen wird natürlich jemand mit Kompetenz und Erfahrung in diesem Bereich gesucht. Bettina Brennenstuhl war zum Beispiel bei der Gemeindeprüfungsanstalt zuvor in diesem Bereich tätig. Und ihr Vorgänger Peter Schubert, der hatte von der Pike auf bei der Verwaltung gelernt und leitete lange Jahre die Kämmerei als Abteilungsleiter. Aber das ist eher die Ausnahme.

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Denn das Amt eines Beigeordneten ist auch ein politische Amt. Im Falle der Kämmerei hat die SPD das Vorschlagsrecht: Das bedeutet gemeinhin, der oder die Kandidatin sollte möglichst ein SPD-Parteibuch haben. Das galt übrigens auch für Schubert und Brennenstuhl. Der neue erste Beigeordnete der Stadt, Tim Frommeyer, ist wie sein Vorgänger Hans-Georg Winkler CDU-Mitglied. Die jetzt erstarkten Grünen sind derzeit auch nicht in der erweiterten Stadtspitze vertreten.

Außerdem hat die Stadt die Stellenanzeige so formuliert, dass deutlich ist: Am liebsten hätte man eine Kandidatin. Denn die Stadtspitze ist aktuell weitgehend männlich besetzt.

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12 Kandidaten bewarben sich bei der Stadt

Insgesamt 12 Kandidaten und Kandidatinnen haben ihren Hut ins Rennen geworfen. Üblicherweise steht im Rat aber nur noch einer davon zur Abstimmung. Normalerweise stellen sich die Kandidaten, die in die engere Wahl kommen, bei den Fraktionen vor.

Wenn man sich dann einmal geeinigt hat, wird der oder die neue dann einstimmig gewählt. Das muss aber nicht so sein. In Lünen wurde Bettina Brennenstuhl nur mit einer hauchdünnen Mehrheit ins Amt gewählt.

In Schwerte hatte man sich aber zuletzt immer im Vorfeld geeinigt. Schließlich müssen alle Fraktionen mit der neuen Kämmerin, wenn es denn eine Frau werden soll, zusammenarbeiten.

Ein Kämmerer in Schwerte verdient übrigens die Besoldungsstufe B2. Das bedeutet etwa 7800 Euro pro Monat. Zusätzlich zahlt die Stadt eine kleine Aufwandsentschädigung.

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