Weniger Einnahmen: Nahverkehr-Anbieter wollen Geld von Land

Die Nahverkehr-Anbieter in Nordrhein-Westfalen wollen vom Land einen Ausgleich für die coronabedingten Mindereinnahmen. Allein in diesem Jahr drohten Einnahmeverluste von mehr als einer Milliarde Euro, schrieben die Chefs von Nahverkehr Rheinland, Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und Nahverkehr Westfalen-Lippe am Freitag an Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Der Bund habe einmalig bundesweit 2,5 Milliarden Euro gezahlt. Dies sei ein erster Schritt, „der uns ein wenig Zeit verschafft“ und der die Notwendigkeit hinauszögere, wegen fehlender Einnahmen auch das ÖPNV-Angebot zu verringern.

12.06.2020, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Autos fahren am frühen Morgen über eine Autobahn, während eine Straßenbahn an einer Haltestelle hält. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Autos fahren am frühen Morgen über eine Autobahn, während eine Straßenbahn an einer Haltestelle hält. Foto: Marcel Kusch/dpa/Archivbild

Wegen der Coronavirus-Pandemie fahren derzeit immer noch 50 Prozent weniger Fahrgäste. „Wir haben fast die gleichen Kosten wie vor Corona, aber deutlich weniger Einnahmen“, sagte ein Sprecher. In NRW nutzen täglich mehrere Millionen Menschen Bus und Bahn. Eine konkrete Summe nannten die Verkehrsverbünde nicht.

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