Weiter steigende Corona-Belastung im Ruhrgebiet

Im Ruhrgebiet steigt die Zahl der Coronainfektionen weiter an: In fünf Städten und Kreisen gab es innerhalb von sieben Tagen über 25 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor. Betroffen waren: Duisburg mit 26,3, der Kreis Unna mit 26,9, Bochum mit 29,3, Hagen mit 29,7 und Herne mit 30,7 (Stand: 14. August, 00.00 Uhr). Ab 50 können neue Regeln zur Eindämmung des Ansteckungsrisikos verhängt werden.

14.08.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Mikroskopaufnahme zeigt das Coronavirus. Foto: Center for Disease Control/epa/dpa/Archivbild

Eine Mikroskopaufnahme zeigt das Coronavirus. Foto: Center for Disease Control/epa/dpa/Archivbild

In Herne seien am Freitag 13 der 21 positiv Getesteten Reiserückkehrer gewesen, weitere sieben hätten Kontakt mit Infizierten gehabt, berichtete eine Sprecherin der Stadt. Nur eine Infektion sei nicht zuzuordnen gewesen. „Es ist nicht so, dass sich die Lage plötzlich komplett verändert hätte“, beschrieb sie die Situation vor Ort.

Die Stadt Bochum appellierte an alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten, sich unbedingt beim Gesundheitsamt zu melden. Angesichts von bislang erst rund 900 Rückmeldungen, sei dies nicht bei allen der Fall, sagte ein Sprecher der Stadt. In Hagen seien die Infektionsketten bislang nachvollziehbar, sagte ein Sprecherin auf Anfrage.

Um die Ansteckungen kontrollieren und eindämmen zu können, müssen sich alle Reisenden aus Risikogebieten wie Spanien, Rumänien oder Luxemburg testen lassen. Nach Angaben des NRW-Gesundheitsministeriums ist jede vierte Ansteckung auf Reiserückkehrer zurückzuführen.

In NRW steckten sich laut RKI 538 Personen innerhalb eines Tages mit dem Coronavirus an. Rund 4800 Personen waren hier am Freitag noch infiziert. Seit Beginn der Pandemie sind nach Zahlen des NRW-Gesundheitsministeriums knapp 53 700 Fälle bestätigt worden - rund 47 200 sind bereits genesen.

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