Weiter geringer Anteil von E-Autos in NRW

Elektroautos sind auf den Straßen Nordrhein-Westfalens weiterhin Ausnahmeerscheinungen. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten Antwort von Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) auf eine Anfrage aus der AfD-Landtagsfraktion hervor. Nach Zahlen des Kraftfahrtbundesamts standen in NRW zu Jahresbeginn rund 26 000 E-Autos fast 11,8 Millionen benzin- oder dieselbetriebenen Pkw gegenüber.

15.07.2020, 11:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Symbol für ein Elektroauto markiert einen Parkplatz neben einer E-Ladesäule. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Ein Symbol für ein Elektroauto markiert einen Parkplatz neben einer E-Ladesäule. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild

Die AfD-Opposition wollte wissen, ob die von der Bundesregierung geplante Steigerung der Elektromobilität auf über sechs Millionen E-Autos bis 2030 die Verteilernetze überlaste und damit die Stromversorgung gefährde. Derzeit benötigten alle Elektro-Pkw im bevölkerungsreichsten Bundesland zusammen rund 55 Gigawattstunden (GWh) pro Jahr, hielt Pinkwart dagegen. Seinen Angaben zufolge ist das ein Bruchteil des Gesamtstromverbrauchs: 2015 lag der in NRW bei rund 140 000 GWh. Selbst wenn alle E-Autos in NRW gleichzeitig geladen würden, benötigten sie - bei einer Ladeleistung von 3,5 Kilowatt je Station - nicht mehr als 0,0898 Gigawatt, rechnete Pinkwart vor.

Bis 2022 will die Landesregierung das Angebot an öffentlich zugänglichen Ladepunkten von derzeit 8200 auf 12 000 erhöhen, wie der Minister zu Beginn der Woche angekündigt hatte. Gleichzeitig soll sich die Zahl der privaten Stationen bis dahin auf 20 000 verdoppeln. Bis 2022 sollen alle E-Autofahrer in NRW alle zehn Kilometer eine Ladestation anfahren können.

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