Während Corona-Pandemie: Wer zahlt wie viel Weihnachtsgeld in Werne?

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Zahlen die Arbeitgeber in Werne in diesem Jahr Weihnachtsgeld? Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise auf die Sonderzahlung? Wir haben einige der größten Arbeitgeber in Werne befragt.

Werne

, 17.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Ende des Jahres ist es nicht selten, dass die Arbeitgeber Deutschlands ihren Beschäftigten ein Weihnachtsgeld zahlen. Die Liebsten wollen schließlich beschenkt werden, die Festmähler an den Weihnachtstagen müssen auch bezahlt werden.

Klar ist aber, dass die Corona-Krise viele Unternehmen finanziell belastet. Wirkt sich das auf die Auszahlung des Weihnachtsgeld aus? Laut einer Umfrage des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler Stiftung erhalten 53% der Beschäftigten in diesem Jahr ein Weihnachtsgeld.

Wir haben einige der größten Arbeitgeber in Werne gefragt, wie es in diesem Pandemie-Jahr mit der Sonderzahlung aussieht. Sieben von zehn Befragten haben uns geantwortet.

  • Klingele Papierwerke GmbH & Co. KG: Der Verpackungsexperte mit etwa 225 Mitarbeitern zahlt in diesem Jahr Weihnachtsgeld. Die Corona-Krise habe keine Auswirkung auf diese Entscheidung. Gemäß des Tarifvertrages erhalten die Mitarbeiter 95% des Tarifgehalts als Einmalzahlung. Insgesamt gebe das Unternehmen rund 540.000 Euro brutto für das Weihnachtsgeld in Werne aus.
  • Böcker Maschinenwerke GmbH: 577 Mitarbeiter arbeiten bei dem Kran- und Hebetechnikspezialisten. Auch dieses Jahr dürfen sich die Mitarbeiter über Weihnachts- und Urlaubsgeld freuen, wie das Unternehmen schreibt. Die Krise habe ebenfalls keine Auswirkung auf die Auszahlung. Die Auftragslage sei weiterhin gut und neue Mitarbeiter würden eingestellt.
    Jeder Mitarbeiter erhalte mit der Novemberabrechnung zusätzlich ein halbes Monatsgehalt. Unterschiede zwischen befristeten und unbefristeten Stellen gebe es nicht.
  • Amazon Logistik Werne GmbH: In dem Logistikzentrum von Amazon in Werne arbeiten 1700 Mitarbeiter. Doch dabei bleibt es nicht: „Aktuell kommen noch einige hundert saisonale Kollegen für die Weihnachtszeit hinzu“, schreibt das Unternehmen. Die Logistikmitarbeiter erhalten ab einer Betriebszugehörigkeit von sechs Monaten ein Weihnachtsgeld in Höhe von 400 Euro als Einmalzahlung. Das sei auch die Vorjahressumme gewesen. Bei Teilzeitarbeit werde die Summe entsprechend anteilig ausbezahlt. In den letzten Monaten habe es bereits mehrere Sonderzahlung für Logistikmitarbeiter gegeben.
  • Uniferm GmbH & Co. KG: Etwa 400 Mitarbeiter beschäftigt der Hersteller von Bäckerei-Rohstoffen. In diesem Jahr gebe es ein Weihnachtsgeld gemäß der tariflichen Regelungen. Die Sonderzahlung betrage „100 % auf Basis des Monatsbruttogrundentgelts“ und erfolgt als Einmalzahlung. Ebenfalls keine Unterschiede zwischen unbefristeten und befristeten Verträgen.
  • Stadt Werne: Rund 300 Mitarbeiter arbeiten in der Gemeindeverwaltung Wernes. Gemäß des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes erhalten die Mitarbeiter eine Einmalzahlung im November in Höhe von 60 bis 90 Prozent, gestaffelt nach Entgeltgruppe. Wegen des Tarifvertrages hat die Corona-Krise keine Auswirkung auf die Auszahlung.
  • Rollex Förderelemente GmbH & Co. KG: Dynamische Lagertechnik ist das Spezialgebiet der 280 Mitarbeiter von Rollex. „Die Pandemie und ihre Auswirkungen sind weltweit in den Medien zu verfolgen. Auch wir bleiben davon nicht verschont, blicken jedoch bis zum heutigen Tag nicht zuletzt durch das Engagement unserer Mitarbeiter auf ein erfolgreiches Jahr 2020 zurück. Kurzarbeit oder andere, die Mitarbeiter betreffende, negative Folgen konnten bislang abgewendet werden“, heißt es von dem Unternehmen, „so freuen wir uns auch dieses Jahr wieder Weihnachtsgeld an unsere Belegschaft auszahlen zu können. Damit möchten wir unseren Mitarbeitern Wertschätzung für die geleistete Arbeit im Rollex-Team bekunden“.
  • Hörmann KG Verkaufsgesellschaft: Der Türen- und Tore-Hersteller teilt auf Nachfrage mit: „Da Hörmann generell keine konkreten Angaben zu Finanzen macht, können wir Ihnen diese Fragen leider nicht beantworten“.
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