Wegen Corona: Kinomittelstand bangt um Existenz

Coronavirus

Familiengeführte Kinos sorgen sich wegen der Corona-Pandemie um ihre Zukunft: Sie fordern wirtschaftliche Hilfen. So drastisch ist die Lage für einen großen Teil der deutschen Filmtheater.

Hamburg

11.08.2020, 13:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Leere Sitze in einem Kinosaal im Citydom in Bayern. Der Kinomittelstand fürchtet wegen der Corona-Pandemie um seine Existenz.

Leere Sitze in einem Kinosaal im Citydom in Bayern. Der Kinomittelstand fürchtet wegen der Corona-Pandemie um seine Existenz. © picture alliance/dpa

Die mittelständischen Kinos in Deutschland bangen wegen Corona um ihre wirtschaftliche Zukunft. "Ohne staatliche Finanzhilfen kann ein großer Teil der deutschen Filmtheater die aktuelle Krise nicht überleben", teilten die Kinobetreiber am Dienstag mit.

Durch die Schließung der Kinos Mitte März und die nur zögerliche Wiedereröffnung seit Mitte Mai verzeichneten alle Kinobetreiber massive Umsatzeinbrüche und befänden sich in einer teils dramatischen Liquiditätssituation. “Zahlreiche mittelständische und familiengeführte Filmtheaterunternehmen sehen deshalb ihr Lebenswerk bedroht”, hieß es weiter.

Prognose: 50 bis 60 Prozent weniger Besucher

In einem offenen Brief an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) fordern sie deshalb wirtschaftliche Hilfen sowie einen Kinogipfel. "Ohne die Unterstützung der Bundesregierung wird es in Deutschland bald keine Filme, keine Besucher und keine Kinos mehr geben", heißt es in dem Schreiben. Viele Arbeitsplätze seien bedroht. Zudem seien die Folgen für das kulturelle Leben und die Belebung der Innenstädte irreversibel.

Der Brief wurde von 68 Unternehmen unterzeichnet, die nach eigenen Angaben deutschlandweit für rund 1300 Leinwände stehen und damit einen Marktanteil von 40 Prozent repräsentieren. Ähnlich wie der Kinogesamtmarkt rechnet auch der deutsche Kinomittelstand bis Jahresende mit einem Besucherrückgang zwischen 50 und 60 Prozent.

RND/dpa

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