WBL appelliert an Lüner, den Müllfahrzeugen unbedingt Platz zu lassen

Coronavirus

In den Wohngebieten ist es zur Zeit besonders eng - die Menschen bleiben zu Hause. Deswegen stehen die Mitarbeiter der Wirtschaftsbetriebe Lünen (WBL) vor besonderen Herausforderungen.

von Kristina Gerstenmaier

Lünen

, 21.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine zugeparkte Wendefläche im Schreiberweg. Damit steckt die Müllabfuhr fest.

Eine zugeparkte Wendefläche im Schreiberweg. Damit steckt die Müllabfuhr fest. © WBL

Dank Homeoffice, Kurzarbeit und vor allem des dringenden Appells, nur wenn unbedingt nötig, raus zu gehen, sind im Moment viele Menschen zu Hause. Und mit ihnen selbstverständlich ihre Autos: Die Straßen in den Wohngebieten sind tagsüber fast so zugeparkt, wie normalerweise in den Abendstunden.

Deswegen sind Rettungsdienst, Feuerwehr und Müllabfuhr mit den besonderen Herausforderungen enger Straßen konfrontiert.

Während der Rettungsdienst des DRK Kreisverbands Lünen und die Feuerwehr bisher keine besonderen Vorkommnisse vermelden, sagt Anke Vogt von den Wirtschaftsbetrieben Lünen (WBL): „Wir appellieren eindringlich an die Vernunft der Anwohner, wenn sie eine zuverlässige Leerung haben möchten, die Zufahrtswege nicht zuzuparken.“ Besonders wichtig sei dabei, die Einmündungen und Wendemöglichkeiten frei zu halten.

Einschränkungen bei der WBL

  • Seit Montag, 16. März, sind auf Grund der aktuellen Situation das Kundenbüro und auch der Wertstoffhof geschlossen. Das Kundenbüro agiert seitdem in Notfallbesetzung von 8 bis 15 Uhr und ist unter Telefon (02306) 30 60 6-0 und per E-Mail an info@wbl.de erreichbar.
  • Sperrmüllanträge, die noch nicht offiziell terminiert worden sind, werden bis auf Weiteres aufgeschoben.

  • Keine Einschränkungen gibt es jedoch bisher bei der Müllabfuhr. Sie leert weiterhin, wie im Abfallkalender angegeben.

Meldungen über Probleme mit dem Durchkommen seitens der Müllfahrzeugfahrer gab es in dieser Woche bereits für die Thomas-Mann-Straße, die Emmistraße und den Adalbert-Stifter-Weg. „Es gibt immer Situationen, die schwierig sind“, sagt Anke Vogt, „aber im Moment ist es deutlich wahrnehmbar voller. Es ist noch dichter, als sonst sowieso schon. Bisher war es noch irgendwie zu handhaben.“ Jeder, der zu Hause ist, habe die Möglichkeit nachzuschauen, wann die Müllabfuhr kommt. Termine stehen im Abfallkalender.

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