Wanderungszeit der Kröten beginnt: Schutzzäune helfen nicht immer

Krötenwanderung

Die Wanderungen der Kröten beginnen immer früher. Damit ist auch, trotz Schutzzäunen, die Gefahr groß, dass sie von Autofahrern überfahren werden.

Lünen

, 13.03.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Oft klammert sich das Krötenmännchen schon auf der Wanderung an ein Weibchen und lässt sich so bequem zum Laichgewässer tragen.

Oft klammert sich das Krötenmännchen schon auf der Wanderung an ein Weibchen und lässt sich so bequem zum Laichgewässer tragen. © Günther Goldstein

Die Temperaturen werden langsam wieder höher und damit beginnt wie jedes Jahr auch die Zeit der Krötenwanderungen. Wärmere Nächte und dazu die große Feuchtigkeit setzen dafür das Startsignal - sobald die Temperaturen nachts über 5 Grad ansteigen, fangen die Kröten an, sich am Straßenrand zu sammeln.

Die Tiere, meist paarweise unterwegs, kommen dann aus ihren Winterquartieren und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern. Oft klammert sich das Krötenmännchen schon auf der Wanderung an ein Weibchen und lässt sich so bequem zum Laichgewässer tragen.

Wanderungen beginnen immer früher

Dabei beginnt die Wanderungszeit immer früher, erklärt Klaus Papius vom Arbeitskreis für Umwelt und Heimat: „Früher hat man immer gesagt, dass es so um den 20. März losgeht, mittlerweile hat sich das um etwa zwei Wochen vorverlagert.“ Vor etwa zwei Jahren habe es sogar schon Ende Februar die ersten Wanderungen gegeben.

An den entsprechenden Stellen sind zwar oft Schutzzäune aufgebaut, dennoch versuchen immer wieder Kröten, die Straßen zu überqueren. Außerdem seien viele Tiere mittlerweile in sogenannten Ersatzgewässern, wie zum Beispiel im Mühlenbachtal, konzentriert, so Papius. Gerade in Bereichen mit Warnschildern sollten Autofahrer also trotzdem ein wenig aufmerksamer sein.

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