Vier Tote im Kreis Lippe

Zwei Tötungsdelikte innerhalb von wenigen Stunden im Kreis Lippe: Zwei Männer stehen unter Verdacht, erst eine Frau beziehungsweise einen Jungen und dann sich selbst getötet zu haben. Die Tatorte sind nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

24.03.2020, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizeifahrzeuge stehen mit Blaulicht. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild/Symbolbild

Polizeifahrzeuge stehen mit Blaulicht. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild/Symbolbild

Nach dem Fund von vier Leichen seit Sonntag im Kreis Lippe gehen Polizei und Staatsanwalt von zwei Tötungsdelikten aus. Zwei Männer sollen unabhängig voneinander in einem Fall zuerst eine Frau und im zweiten Fall den eigenen Sohn umgebracht haben. Dann töteten die Männer sich selbst.

Zuerst hatten Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag über den Fall in Lemgo berichtet. Dort wurden in einem Einfamilienhaus am Sonntagabend die Leichen des 52-Jährigen Hausbewohners und einer zwei Jahre jüngeren Besucherin gefunden. Zuvor hatten Nachbarn die Polizei gerufen, weil der Mann tagelang nicht mehr auf der Straße war. Die Staatsanwaltschaft in Detmold sprach von einem erweiterten Suizid, wollte nähere Details zum Ablauf aber zunächst nicht nennen. Laut Obduktionsergebnis habe der Mann erst die Frau getötet und dann sich selbst, sagte Oberstaatsanwalt Christopher Imig.

In Bad Salzuflen, rund 13 Kilometer entfernt von Lemgo, soll am Dienstag ein Familienvater (43) nach ersten Erkenntnissen der Polizei zuerst seinen jugendlichen Sohn und dann sich selbst getötet haben. Die Mutter rettete sich noch verletzt auf die Straße, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Ein Zeuge rief die Rettungskräfte. Die 42-Jährige kam ins Krankenhaus. Die Polizei fand die Toten in der Wohnung der Familie in einem Mehrfamilienhaus. Die Hintergründe sind noch unklar, eine Mordkommission wurde eingerichtet. Die Leichen sollen am Donnerstag obduziert werden.

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