Video: Dortmunder Intensivmediziner befürchtet nun täglich eine Welle schwerkranker Patienten

Coronavirus

Die Zahl der Corona-Patienten, die in Dortmunder Krankenhäusern behandelt werden, ist in den letzten Tagen stark gestiegen. Das ist erst der Anfang, sagt Intensivmediziner Dr. Bernhard Schaaf.

Dortmund

, 27.03.2020, 16:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
RN-Redakteur Ulrich Breulmann im Gespräch mit Dr. Bernhard Schaaf, dem Direktor des Lungenzentrums im Klinikum Dortmund.

RN-Redakteur Ulrich Breulmann im Gespräch mit Dr. Bernhard Schaaf, dem Direktor des Lungenzentrums im Klinikum Dortmund. © Kevin Kisker

Im Lungenzentrum des Klinikums Dortmund werden aktuell 25 Patienten mit einer Infektion des Coronavirus behandelt. Acht von ihnen liegen auf der Intensivstation, fünf werden beatmet.

Das berichtet Dr. Bernhard Schaaf, Direktor des Lungenzentrums im Video-Interview mit unserer Redaktion. Er geht davon aus, dass diese Patienten erst der Anfang einer Welle sind, die in den nächsten Tagen auch auf die Krankenhäuser auch in Dortmund zurollen wird.

Um die Last der Versorgung dieser Patienten auf mehrere Schultern zu verteilen, arbeite das Klinikum eng beispielsweise mit dem Knappschafts-Krankenhaus in Brackel zusammen. Mit ihm habe man verabredet, dass die nächsten Corona-Patienten, die jetzt eingeliefert werden, zunächst dort versorgt würden.

Schaaf erneuert seine dringende Mahnung, sich unbedingt an die verhängte Kontaktsperre zu halten. Sonst drohe ein sogenanntes „superspreading“, bei dem bereits das Fehlverhalten eines einzelnen Menschen verheerende Folgen haben könne.

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