Verluste im Ticket-Verkauf: Förderung über 800 Millionen Euro für ÖPNV

Corona

Nachdem durch die Corona-Krise im öffentlichen Nahverkehr massive Verluste entstanden sind, will die Landesregierung mit einem Förderprogramm neuen Schwung in den ÖPNV bringen.

NRW

28.06.2020, 17:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der öffentliche Nahverkehr hatte durch die Corona-Krise deutliche Verluste im Ticket-Verkauf.

Der öffentliche Nahverkehr hatte durch die Corona-Krise deutliche Verluste im Ticket-Verkauf. © picture alliance/dpa

Massive Verluste der Verkehrsbetriebe durch den gesunkenen Ticket-Verkauf in der Corona-Krise sollen mit einem Förderprogramm in dreistelliger Millionenhöhe aufgefangen werden. Gleichzeitig will die Landesregierung Investitionen ankurbeln.

800 Millionen Euro für Verluste im Ticket-Verkauf

Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) hat vor diesem Hintergrund ein Konjunkturprogramm für Kommunen und öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) mit einem Gesamtvolumen von 800 Millionen Euro bekannt gegeben.

Nachdem deutlich weniger Fahrgäste öffentliche Verkehrsmittel benutzt haben, ist darin ein „Rettungsschirm“ für die Verluste im Ticket-Verkauf von 700 Millionen Euro enthalten, teilte das Ministerium am Sonntag mit. Davon trage der Bund 500 Millionen Euro und 200 Millionen Euro entfielen in einer ersten Tranche auf das Land Nordrhein-Westfalen.

„Wir helfen unseren Partnern im ÖPNV durch die Krise“, erklärte Wüst in einer Mitteilung. Im Herbst werde dann entschieden, ob in einer zweiten Tranche weitere Landesmittel in das Konjunkturpaket fließen.

Intelligente Mobilität für die Zukunft

Zusätzlich investiere das Land Nordrhein-Westfalen 100 Millionen Euro in „bessere, intelligente Mobilität der Zukunft“, hieß es dabei weiter. Je 50 Millionen Euro kommen demnach über zwei Sonderprogramme dem ÖPNV und der Erhaltung kommunaler Straßen und Radwege zugute.

Gefördert würden zum Beispiel die Modernisierung und ein barrierefreier Umbau von Haltestellen, die Beschleunigung des ÖPNV und eine schnell umsetzbare Sanierung von Straßen und Radwegen. Der Fördersatz liege bei bis zu 90 Prozent. „Das ist eine enorme Entlastung für unsere Kommunen“, betonte Wüst. „Wir versprechen uns von dem Konjunkturprogramm einen zügigen Impuls – insbesondere für Baugewerbe und Handwerk. Das Investment in moderne und vielfältige Mobilität ist eine Investition in unsere Zukunftsfähigkeit.“

dpa

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