Verdoppelung der Corona-Fälle NRW verlangsamt sich weiter

Die für die Berechnung der Dynamik der Corona-Krise wichtige Verdoppelung der Infektionszahlen verlangsamt sich in Nordrhein-Westfalen weiter. Sie liege jetzt bei zwölf Tagen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Sollte diese Dynamik so bleiben, gäbe es in NRW aber am Ende dieses Monats 164 000 Corona-Infizierte. Ziel sei es, auf einen Verdoppelungszeitraum von 16 Tagen zu kommen. Dann wären es rund 97 000 Infizierte. Anfang April hatte Laumann gesagt, dass er auf einen Verdoppelungszeitraum von 12 bis 15 Tagen hoffe.

08.04.2020, 15:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine Laborantin führt Tests auf das Coronavirus durch. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Eine Laborantin führt Tests auf das Coronavirus durch. Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Die Landesregierung befürchtet bei zu hohen Infektionszahlen eine Überlastung des Gesundheitssystems. Das „Nadelöhr“ seien die Beatmungsgeräte, sagte Laumann. Schätzungen zufolge brauchten etwa 2,5 Prozent der Corona-Infizierten Beatmung - bei 164 000 Infizierten wären das bereits 4100 Beatmungspatienten. Die Krankenhäuser bauten die Zahl der Beatmungsplätze aber weiter aus, so Laumann. Gab es Mitte März noch rund 4200, seien es derzeit schon knapp 5000.

Derzeit liegen nach Angaben Laumanns in den NRW-Krankenhäusern rund 680 Corona-Patienten auf Intensivstationen. Von ihnen müssten 547 beatmet werden.

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