Verdi fordert Erhalt von Karstadt-Sport-Filialen

Die Gewerkschaft Verdi hat die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof aufgefordert, doch noch auf die geplante Schließung von 20 der 30 Filialen der Tochter Karstadt Sports zu verzichten. Es müsse nun darum gehen, alle Möglichkeiten, Chancen und Wege auszuschöpfen, um so viel Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, teilte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) am Sonntag mit. „Wir werden mit aller Kraft für den Erhalt der Standorte und die Zukunft der Beschäftigten kämpfen. Dafür sind jetzt Politik, Eigentümer und Vermieter in der Verantwortung“, sagte Verdi-Verhandlungsführerin Conny Weißbach.

21.06.2020, 13:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Türen einer Filiale von Karstadt Sports sind verschlossen. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Die Türen einer Filiale von Karstadt Sports sind verschlossen. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archivbild

Zuvor war bekanntgeworden, dass zusätzlich zu 62 Filialen der Warenhauskette auch 20 Standorte von Karstadt Sports schließen sollen. Nach Verdi-Angaben sind davon „bis zu zwei Drittel der rund 1200 Beschäftigten“ betroffen. Welche Standorte dicht gemacht werden sollen, war zunächst nicht bekannt.

Verdi teilte weiter mit, die Gewerkschaft habe einen Tarifvertrag für Karstadt Sports abgeschlossen. Dieser sehe unter anderem die Angleichung an das Tarifniveau von Galeria Karstadt Kaufhof in zwei Schritten bis zum 1. Januar 2022 vor sowie eine Standort- und Beschäftigungssicherung für die verbleibenden Häuser. „Konkret bedeutet dies für die von Arbeitsplatzverlust betroffenen Beschäftigten eine Anhebung des Gehalts auf das Niveau der Flächentarifverträge des Einzelhandels“, betonte Verdi. Daraus berechne sich später die Höhe des Arbeitslosengelds.

Weitere Meldungen