Verbot von Langstrecken-Rindertransporten in Drittstaaten

Das nordrhein-westfälische Landwirtschaftsministerium hat Langstrecken-Rindertransporte in sogenannte Drittstaaten verboten. Als Drittstaaten gelten in der Regel Länder außerhalb der Europäischen Union. Zudem sei bis auf Weiteres der lange Transport von Kälbern untersagt, die noch Muttermilch bekommen, teilte das Ministerium am Mittwoch mit.

22.07.2020, 19:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kälber werden auf einem LKW transportiert. Foto: Ulrich Perrey/dpa/Symbolbild

Kälber werden auf einem LKW transportiert. Foto: Ulrich Perrey/dpa/Symbolbild

Kontrollen, fehlende Informationen über Versorgungsstationen in Drittstaaten, wiederholte Überschreitungen maximaler Transportzeiten und fehlende Tränkmöglichkeiten für Kälber belegten, „dass einige Transporte nicht bis zum Bestimmungsort in Drittstaaten tierschutzkonform durchgeführt werden“. Das Ministerium habe die Kreisordnungsbehörden daher angewiesen, Transporte auf diesen Strecken vorerst nicht mehr zu genehmigen.

Die Wirtschaft sei nun in der Pflicht, Konzepte für einen tierschutzkonformen Transport nach europarechtlichen Vorgaben auch in Drittstaaten sicherzustellen, hieß es in der Mitteilung.

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