Veranstaltungswirtschaft fordert mehr Hilfe in Corona-Krise

Rund 250 Beschäftigte der Veranstaltungswirtschaft haben am Mittwoch vor dem Landtag in Düsseldorf für mehr und unbürokratischere Staatshilfen in der Corona-Krise demonstriert. Die Pandemie habe die Branche mit einem bundesweiten Umsatz von 130 Milliarden Euro und einer Million Beschäftigten in die Knie gezwungen, sagte Marcus Pohl von der Interessensgemeinschaft der selbstständigen DienstleisterInnen in der Veranstaltungswirtschaft (ISDV).

12.08.2020, 14:32 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unternehmen wie Beleuchtungs- oder Konzerttechnik, Messebau oder Caterer machten seit fünf Monaten keine Umsätze mehr. Es sei zu befürchten, dass es keine großen Veranstaltungen mehr geben werde, bis ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden sei. Die Branche fordert unter anderem erweiterte Überbrückungshilfen, Kredite mit längeren Laufzeiten und einen Dialog mit der Politik.

Angeführt wurde der Protest von der Moderatorin Katrin Degenhardt. Seit Februar habe sie nicht mehr live moderiert, sagte sie. „Es hagelt Absagen und Verschiebungen.“

Die NRW-Veranstaltungsbranche will in den kommenden Wochen jeden Mittwoch vor dem Landtag protestieren. Auch Veranstaltungstechniker in Baden-Württemberg protestierten am Mittwoch in Stuttgart. Am 9. September ist eine große Demonstration in Berlin geplant.

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