Düsseldorfer Großkonzert mit 13.000 Zuschauern wird verschoben

Coronavirus

Das geplante Großkonzert mit bis zu 13.000 Gästen im Düsseldorfer Fußballstadion wird am 4. September nicht stattfinden. Obwohl der Veranstalter weiterhin überzeugt ist von seinem Konzept.

Düsseldorf

26.08.2020, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das in Düsseldorf geplante Konzert im Fußballstadion „Merkur Spiel-Arena“ ist vom Veranstalter verschoben worden. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) begrüßte den Schritt.

Das in Düsseldorf geplante Konzert im Fußballstadion „Merkur Spiel-Arena“ ist vom Veranstalter verschoben worden. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) begrüßte den Schritt. © picture alliance/dpa

Das ursprünglich für den 4. September geplante Großkonzert in Düsseldorf mit bis zu 13.000 Zuschauern soll in den Spätherbst verschoben werden. Das teilte der Veranstalter am Mittwoch mit.

„Trotz eines überzeugenden Hygiene- und Schutzkonzepts sahen sich die Organisatoren angesichts steigender Infektionszahlen und im Raum stehenden, nachträglichen Kapazitätsbeschränkungen, die eine allgemeine Verunsicherung zur Folge hatten, zu diesem Schritt veranlasst“, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung.

Den mehr als 7000 Besuchern, die bereits Tickets erworben hätten, werde nun das Eintrittsgeld einschließlich Vorverkaufsgebühren zurückerstattet. Vor gut zwei Wochen hatten Land, Stadt sowie Veranstalter Marek Lieberberg in einer gemeinsamen Erklärung noch mitgeteilt, dass man das Konzert im Fußballstadion „Merkur Spiel-Arena“ vom aktuellen Infektionsgeschehen abhängig mache - und spätestens am 31. August entscheide, ob es stattfindet.

Veranstalter vom eigenen Hygiene-Konzept überzeugt

„Ein Abrücken hiervon war durch Bedenken der Landesregierung deutlich geworden“, teilte Lieberbergs Firma Livenation jedoch am Mittwoch mit: „Die gegensätzlichen Positionen ließen sich nicht überbrücken.“ Lieberberg ergänzte: „Wir sind nach wie vor der Auffassung, dass unser Maßnahmen-Katalog Fans, Künstlern und Mitarbeitern umfassenden Schutz bietet.“

Die aktuelle Atmosphäre verhindere aber einen Konsens. Deshalb wolle man das Projekt nun „zu einem späteren Zeitpunkt realisieren“. Einen konkreten Zeitpunkt im Spätherbst nannten die Veranstalter nicht.

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Lieberberg zeigte sich dankbar gegenüber der Stadt Düsseldorf und ihrer Event-Tochterfirma D.Live, „die der Live-Musik eine faire Chance gewährt und die Veranstaltung aufgrund plausibler Fakten genehmigt hatten“, so Livenation. Ganz besonders würdigte Lieberberg die Bereitschaft von Bryan Adams, Sarah Connor, Rea Garvey, The BossHoss, Joris und Michael Mittermeier, die in Düsseldorf auftreten wollten.

Landesregierung erfuhr erst am Tag der Ankündigung vom Konzert

Das Konzert unter dem Motto „Give Live a Chance“ war am 7. August angekündigt worden. Die Stadt Düsseldorf hatte es zu diesem Zeitpunkt bereits genehmigt. Die Landesregierung hatte offiziell erst an diesem Tag von dem Vorhaben erfahren. NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte sofort Zweifel an der rechtlichen Grundlage des Konzerts geäußert.

Er begrüßt die Verschiebung des Konzerts mit bis zu 13.000 Gästen in Düsseldorf begrüßt. „Angesichts der aktuellen Infektionslage bin ich der Auffassung, dass ein Konzert dieser Größenordnung derzeit nicht durchführbar ist“, sagte Laumann am Mittwoch. Es habe dazu in den vergangenen Tagen „auch sehr konstruktive Gespräche mit allen Beteiligten gegeben“. Laumann dankte den Verantwortlichen, „dass sie nun diese sehr rationale und nachvollziehbare Entscheidung getroffen haben“.

dpa

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