„Vatertag ist ausgefallen“ – keine größeren Corona-Verstöße in NRW

Erste Bilanz

Himmelfahrt und Bollerwagen, das gehört eigentlich zusammen wie Ostern und Ostereier. Doch in diesem Jahr blieben in Nordrhein-Westfalen die Wagen meist in der Garage.

Düsseldorf

21.05.2020, 17:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
An diesem "besonderen" Vatertag blieben die Bollerwagen in NRW meist in den Garagen.

An diesem "besonderen" Vatertag blieben die Bollerwagen in NRW meist in den Garagen. © picture alliance/dpa

Ohne die Clique bringt der Bollerwagen wenig: Angesichts der Corona-Beschränkungen haben in Nordrhein-Westfalen am Feiertag trotz schönstem Frühlingswetter kaum Vatertags-Touren stattgefunden. Corona-Verstöße beobachtete die Polizei nicht.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) twitterte am Abend: „Dank an alle Nordrhein-Westfalen, die auch am heutigen Feiertag bei traumhaftem Wetter verantwortlich unterwegs waren. Seit Wochen sinken die Neuinfektionen. Dies ist das Verdienst aller,die besonnen und eigenverantwortlich handeln, auch ohne Lockdown.“

Kaum Verstöße festgestellt

In Köln sagte ein Sprecher der Polizei: „Der Vatertag ist hier in Köln quasi ausgefallen.“ Selbst an beliebten Orten wie dem Rheinboulevard seien bei den Kontrollen kaum Verstöße gegen die geltenden Kontaktbeschränkungen festgestellt worden.

Beim Spaziergang einen Bollerwagen hinter sich her zu ziehen, das ist in Nordrhein-Westfalen an Himmelfahrt zwar laut aktueller Schutzverordnung erlaubt - die typischen Vatertags-Touren müssen trotzdem coronabedingt ausbleiben: Die wegen der Pandemie verfügten Kontaktbeschränkungen galten auch am Feiertag.

Demnach dürfen sich maximal die Mitglieder von zwei Haushalten treffen, also zwei Familien, Paare, WGs oder Einzelpersonen. In der Landeshauptstadt habe es ebenfalls kaum „typisches Vatertagsgeschehen“ gegeben, so ein Polizeisprecher.

Positives Fazit in mehreren Städten

„Es gab keine nennenswerten Exzesse.“ Zwar sei bei dem schönen Wetter viel los gewesen in der Stadt - allerdings hätten die meisten Menschen dabei versucht, Abstand zu halten. Auch in Dortmund war der Polizei zufolge „alles im grünen Bereich“. Ähnlich klang das Fazit auch in Essen und Münster.

dpa

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