UWW vor der Kommunalwahl: „Unser größter Vorteil ist, dass wir keine Partei sind“

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Die Kommunalwahlen rücken näher. Höchste Zeit, bei den Werner Politikern nachzuhaken, warum der Wähler gerade ihnen seine Stimme geben sollte. Das haben wir auch Reinhard Stalz von der UWW gefragt.

Werne

, 04.08.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Viele Werner Bürger schreiten am 13. September 2020 zur Wahlurne. Dann entscheidet sich auch, wie stark die einzelnen Parteien im Stadtrat vertreten sein werden. Aber wofür stehen die Politiker überhaupt? Welche Probleme wollen sie angehen? Und noch wichtiger: Wie wollen sie diese Probleme eigentlich lösen?

Reinhard Stalz ist Fraktionsvorsitzender der Unabhängigen Wählergemeinschaft Werne (UWW). Und die ist - genau genommen - keine Partei, sondern ein bürgernaher politischer Verein. „Dadurch haben wir den Vorteil, dass wir keine parteipolitischen Vorgaben oder Zwänge aus Berlin und Düsseldorf haben. Das eröffnet uns einen großen Handlungsspielraum für die Bürger in Werne. Diese Möglichkeiten haben die Parteien nicht unbedingt“, wie Stalz im Interview erklärt.

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Das größte Problem in Werne sieht der UWW-Fraktionsvorsitzende neben der aktuellen Corona-Pandemie, darin, Umwelt-, Klima- und Sozialaspekte mit der Wirtschaft in Einklang zu bringen. „Unser Fokus ist auf die Nachhaltigkeit gerichtet. Die wollen wir voranbringen - in allen Bereichen“, sagt Stalz.

Vor allem der Nahverkehr und das Flächenmanagement sollen dabei eine besondere Rolle spielen - so wie auch bereits in der Vergangenheit, wie Stalz mit Blick auf die Anträge der UWW zu den Themen Dachbegrünung und Radverkehr betont.

UWW will besonders auf den Klimaschutz setzen

Und wie soll die Problemlösung nun genau aussehen? Die Unabhängige Wählergemeinschaft setzt neben dem eigenen Engagement große Hoffnungen auf den neuen Werner Klimaschutz-Manager Johannes zur Bonsen. Der hat bekanntlich erst kürzlich - im Juni 2020 - seine Arbeit aufgenommen. Und die besteht unter anderem darin, zwischen verschiedenen Interessengruppen in der Stadt zu vermitteln und Workshops unter Einbeziehung der Bürger, Vereine und Parteien zu leiten.

Wernes amtierender Bürgermeister Lothar Christ hatte bei der Vorstellung des neuen Klimaschutz-Managers betont, man wolle bis Ende 2021 ein Klimaschutzkonzept erstellen und so herausfinden, wo in der Lippestadt wie viel Energie verbraucht wird und durch welche Maßnahmen man nachhaltig Treibhausgasemissionen verringern könne.

Reinhard Stalz verspricht, Wernes neuer Klimaschutz-Manager habe die volle Unterstützung der UWW. Und weiter: „Für uns wäre es auch wünschenswert, wenn sich der Rat der Stadt zu einer weiteren Förderung der Nachhaltigkeit in Werne bekennen würde - besser noch zur Agenda 2030.“

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