Urteil im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach erwartet

Ermittlungen in Bergisch Gladbach haben sich zu einem bundesweiten Missbrauchsfall ausgeweitet. Opfer eines am Niederrhein angeklagten Soldaten sollen eine leibliche Tochter und der Stiefsohn gewesen sein. Nun wird das Urteil gegen den Mann erwartet.

26.05.2020, 02:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf der Richterbank. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild

Im bundesweiten Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach wird am heutigen Morgen das für Nordrhein-Westfalen erste Urteil erwartet. Angeklagt im niederrheinischen Moers ist ein 27 Jahre alter Bundeswehrsoldat. Er soll insgesamt vier kleine Kinder in mehr als 30 Fällen missbraucht haben. Außerdem soll er einige Male Videos und Aufnahmen von den Taten gemacht und mit anderen getauscht haben.

Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte vor Gericht weitgehend zugegeben. Opfer des 27-Jährigen waren nach seinen Angaben vor allem der kleine Stiefsohn und eine leibliche Tochter. Vor dem Urteil stehen am Dienstag noch die Plädoyers an.

Die Ermittlungen zu dem bundesweiten Kinderpornografie-Tauschring hatten in Bergisch Gladbach begonnen und erstrecken sich mittlerweile auf sämtliche Bundesländer.

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