Urteil gegen 15-Jährige für Mord an Halbbruder rechtskräftig

Das Urteil des Landgerichts Detmold gegen eine 15-Jährige nach der Ermordung ihres drei Jahre alten Halbbruders ist rechtskräftig. Nach Auskunft einer Gerichtssprecherin am Donnerstag zog der Anwalt des am 29. April zu einer Jugendhaftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilten Mädchens eine zwischenzeitig eingelegte Revision wieder zurück. Damit ist eine Überprüfung des Urteils auf Rechtsfehler durch den Bundesgerichtshof (BGH) vom Tisch. Der Verteidiger hatte sich in seinem Plädoyer für eine etwas kürzere Haftstrafe von sechs bis sieben Jahren ausgesprochen.

28.05.2020, 12:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand-. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand-. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

Die 15-Jährige hatte am Abend des 6. November 2019 ihren Halbbruder in Detmold im Schlaf mit 28 Messerstichen getötet. Im Prozess, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, hatte sie ein umfassendes Geständnis abgelegt. Über das Motiv war nicht viel bekannt geworden. Ein Gerichtssprecher gab nach dem Urteil den Hinweis auf eine Rivalität zwischen den Geschwistern.

Weitere Meldungen