Unwetter in Bonn: Umgestürzte Bäume und vollgelaufene Keller

Nach der tagelangen Hitze drohen Unwetter. In Bonn sorgten Starkregen und Sturm für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei. Auch der Regionalverkehr der Bahn war durch Unwetterfolgen gestört.

12.08.2020, 20:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Unwetter mit Starkregen hat in Bonn zahlreiche Bäume umstürzen lassen und Wasserschäden an Gebäuden verursacht. „Wir haben jede Menge überflutete Keller, wir haben jede Menge umgestürzte Bäume. Im Moment ist Land unter“, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Feuerwehr und Polizei waren ersten Angaben zufolge an vielen Stellen im Einsatz. Kurz nach 18 Uhr sei ein Unwetter mit Starkregen, Sturm und Gewitter über die Stadt gezogen. Auch eine Ampel sei umgestürzt, Stromkabel hingen herab.

Eine Frau sei aufgrund der sturzbachartigen Wassermassen in ihrem Auto eingeschlossen gewesen. Wegen der großen Schutt- und Geröllmengen, die das Wasser mit sich trug, musste sich die Feuerwehr den Weg zu der Frau bahnen, um sie zu befreien, wie es hieß.

Die Bonner Feuerwehr twitterte kurz nach 19.30 Uhr, dass es noch rund 120 offene Einsatzstellen im gesamten Stadtgebiet gebe. Bis 22.45 Uhr seien 401 Einsatzstellen gemeldet worden, hieß es am späteren Abend. Wegen Unwetterschäden musste das Freibad Melbbad im Ortsteil Poppelsdorf vorerst schließen, wie das Presseamt der Stadt am Abend mitteilte. Die Stadt wolle am Donnerstag darüber informieren, wann es wieder öffne.

Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde durch das Unwetter im Rheinland der Regionalverkehr gestört. Weil ein Baum im Gleis lag, musste die Strecke Bonn-Beuel und Niederdollendorf gesperrt werden. Davon betroffen waren die Linien RE8 und RB27, wie die DB auf Twitter am Mittwochabend mitteilte. Auch auf anderen Bahnstrecken sorgten demnach umgestürzte Bäume in NRW für Störungen im Regionalverkehr.

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