Unsere Aktion für die Heldinnen und Helden in Schwerte in der Corona-Krise

„Wir sagen Danke“

Zu Hause bleiben und Sozialkontakte vermeiden ist in der Coronakrise besonders wichtig. Doch es gibt Personen, die das System am Laufen halten müssen. Wir sagen Danke. Sie können es auch.

Schwerte

24.03.2020, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Sarah Reddig ist Krankenschwester im Marienkrankenhaus Schützenstraße.

Sarah Reddig ist Krankenschwester im Marienkrankenhaus Schützenstraße. © Sauerland

Unsere Städte und Gemeinden laufen auf Notbetrieb. Wer vernünftig ist, bleibt zu Hause. Doch nicht alle können zu Hause bleiben, denn wir müssen weiter einkaufen, zum Arzt gehen, Medikamente besorgen oder tanken.

Die Heldinnen und Helden der Corona-Pandemie sind Menschen, die vor Ort das Leben weiter möglich machen. Jene Männer und Frauen, die in Krankenhäusern, Apotheken oder an den Supermarkt-Kassen arbeiten, damit unsere Grundversorgung gesichert ist. Homeoffice geht hier nicht. Für diese Menschen ist harte Arbeit mit Kunden-Kontakt im Dienste der Gemeinschaft der beschwerliche Alltag.

Dafür wollen wir herzlich DANKE! sagen. Auf dieser Seite finden Sie stellvertretend für viele Heldinnen und Helden der Krise sieben Menschen, bei denen wir uns bedanken möchten.

Die Verkäuferinnen

Sarah Ruhnke (r.) und Mariola Böhm verkaufen bei Bäcker Becker.

Sarah Ruhnke (r.) und Mariola Böhm verkaufen bei Bäcker Becker. © Bernd Paulitschke

„Bis zum Wochenende war es mega“, sagt Sarah Ruhnke (r.), die zusammen mit Mariola Böhm bei Bäcker Becker an der Bahnhofstraße hinter der Theke steht: „Die Leute haben gekauft, nicht direkt gehamstert, aber es waren mehr Leute als sonst“, sagt Ruhnke. Am Montagmorgen war es dann ruhiger, sodass Ruhnke genügend Zeit hatte zu erklären, warum sie trotz Corona ruhig bleibt: „Bei einer Grippewelle stecken wir uns auch nicht an, weil wir eben Hände waschen und desinfizieren.“ Sonderlich anders sei das doch jetzt auch nicht.

Die Altenpflegerin

Marta Alvarez Pino ist Altenpflegerin im Haus am Stadtpark.

Marta Alvarez Pino ist Altenpflegerin im Haus am Stadtpark. © Bernd Paulitschke

Nach einem Praktikum in der Schule wusste Marta Alvarez Pino, welcher ihr Traumberuf ist: Altenpflegerin. Seit sieben Jahren arbeitet sie im Haus am Stadtpark an Rand der Schwerter Innenstadt. „Wir haben hier viel Verantwortung zu tragen“, unterstreicht Alvarez Pino, „aber wir versuchen trotzdem, die Sache so gut und gelassen wie möglich anzugehen.“ Belastend sei für die Senioren in dieser „sehr beunruhigenden Zeit“ natürlich, dass kein Besuch kommen darf: „Das versuchen wir, so gut es geht, aufzufangen“, versichert die Altenpflegerin.

Der Notfallsanitäter

Michael Gau ist Notfallsanitäter bei der Feuerwehr Schwerte.

Michael Gau ist Notfallsanitäter bei der Feuerwehr Schwerte. © Bernd Paulitschke

Michael Gau ist Notfallsanitäter bei der Feuerwehr Schwerte. Schon als Zwölfjähriger ging er zur Freiwilligen Feuerwehr, einige Jahre später folgte dann die Ausbildung bei der Hauptamtlichen Wache. „Es hat sich irgendwann so ergeben, dass das auf einmal ein Beruf wurde.“ Corona verändert den Alltag bei der Feuerwehr: „Unsere Hygienemaßnahmen, die vorher schon sehr gut waren, haben sich jetzt noch einmal deutlich erhöht.“ Und was Gau auch merkt: Manche sorgen sich offenbar nun, sich beim Rettungsdienst anzustecken.

Die Krankenschwester

Sarah Reddig ist Krankenschwester im Marienkrankenhaus Schützenstraße.

Sarah Reddig ist Krankenschwester im Marienkrankenhaus Schützenstraße. © Bernd Paulitschke

Sarah Reddig ist Fachkrankenschwester für Intensiv und Anästhesie am Marienkrankenhaus in Schwerte. „Wir haben alle viele Fragen, und es ist eine ungewohnte Situation für uns. Aber man merkt, dass wir als Team – als Haus und als Abteilungen – komplett zusammenstehen und dass wir nach Lösungen suchen, wie wir die ganze Krise überstehen können.“ Schon immer sei es ihr Wunsch gewesen, Krankenschwester zu sein. „Ich wollte etwas mit Menschen machen und ihnen helfen.“ Und in einem guten Team gelinge das eben auch gut.

Die Markthändler

Hartmut und Veronika Lebek haben eine Obststand auf dem Wochenmarkt in Schwerte.

Hartmut und Veronika Lebek haben eine Obststand auf dem Wochenmarkt in Schwerte. © Bernd Paulitschke

Hartmut und Veronika Lebek spüren die Corona-Krise. Erstaunlicherweise sogar positiv. An ihrem Stand auf dem Schwerter Wochenmarkt ist am Samstag mehr los gewesen als normalerweise: „Es ist recht stressig, weil viele Kunden schöne, frische Sachen kaufen wollen“, sagt Veronika Lebek: „Es sind jetzt ja alle zu Hause. Es wird gekocht. Viele sind lieber bei uns als in einem Supermarkt, wo alles angefasst werden darf.“ Früher durften sich die Kunden bei an dem Marktstand auch schon einmal eine Apfelsine selbst aussuchen. „Das geht natürlich jetzt nicht mehr.“

Wenn Sie sich auch bedanken möchten, können Sie das tun. Oder Sie schreiben uns eine E-Mail mit dem Betreff „Danke“ an: lokalredaktion.schwerte@lensingmedia.de
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