Unnas Rolle im Städte-Bündnis „Sichere Häfen“

dzHintergrund

Seit September 2019 ist Unna Mitglied im Städtebündnis „Sichere Häfen“ – und damit grundsätzlich bereit, mehr Flüchtlings als gefordert aufzunehmen. Was das konkret heißt, erklären wir hier.

Unna

, 28.02.2020, 11:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Hinter dem Städtebündnis „Sichere Häfen“ stehen Aktivisten, die sich im Juni 2018 zur Bewegung „Seebrücke“ zusammengeschlossen haben. Anlass war das Schicksal des Bootes „Lifeline“, das mit 234 Menschen an Bord tagelang auf hoher See ausharren musste und in keinem europäischen Hafen anlegen konnte. Mehrere Städte und Länder boten damals an, die Menschen von der „Lifeline“ aufzunehmen.

Die Stadt Unna ist seit dem 26. September Mitglied im Bündnis „Sichere Häfen“. Das bedeutet, dass sich Unna mit Menschen auf der Flucht und den Zielen der „Seebrücke“ solidarisch zeigt. Konkret hat sich die Stadt damit dazu bereit erklärt, aus Seenot gerettete Menschen direkt aufzunehmen und unterzubringen. Diese Aufnahme geschieht zusätzlich zur Verteilungsquote Asylsuchender. Dazu muss jedoch mit dem Bund und dem Land NRW geklärt werden, wie dies geschehen kann.

Auf einem Arbeitstreffen der NRW-Städte, die dem Städtebündnis angehören, haben die beteiligten Städte beschlossen, dass sie die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in den griechischen Flüchtlingslagern zu dem Personenkreis hinzunehmen wollen, der in den Städten aufgenommen wird.

Die endgültige Entscheidung darüber wird Ende März auf einem bundesweiten Treffen aller „Sichere Häfen“-Städte Deutschlands in Marburg fallen. Sollte das Städtebündnis die Erweiterung der Flüchtlingsaufnahme beschließen, müsste der Rat der Stadt diesem erst zustimmen, bevor tatsächlich Flüchtlinge aufgenommen werden könnten.

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