Unnas Krankenhäuser wachsen seit über 120 Jahren

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Für Unnas „Christliches Klinikum“ sind umfangreiche Bauarbeiten geplant. Modernisierungen und Erweiterungen haben für beide Häuser schon lange Tradition.

Unna

, 18.06.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Standort Katharinen-Hospital des Christlichen Klinikums Unna soll um einen großen Anbau wachsen. Die Erweiterung des Krankenhauses ist nicht die erste. Wachstum hat in der langen Unnaer Krankenhausgeschichte Tradition, und das gilt für beide Häuser.

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Wachstum seit dem späten 19. Jahrhundert

„Anbau West“ hieß das bisher letzte große Bauprojekt, mit dem das Katharinen-Hospital erweitert wurde. 2012 wurde der Anbau errichtet und 2014 in Betrieb genommen. Der Gebäudetrakt enthält unter anderem moderne Behandlungsräume für die Kardiologen, vor allem für Herzkatheterverfahren. Das Krankenhaus reagierte auf gestiegene Patienten- und Mitarbeiterzahlen und nutzte den Anbau, um Abteilungen besser im Gebäude zu verteilen. Schon mit dieser Erweiterung hatten die damals Verantwortlichen die Tradition ihrer Vorgänger fortgesetzt. Das Katharinen-Hospital war 1888 gegründet worden, schon acht Jahre später waren die Räumlichkeiten zu eng geworden. Es gab Erweiterungen in den Jahren 1896, 1903, 1913, 1954 und 1987.

Wird ein Anbau fertig, ist das stets auch ein feierlicher Moment: Das jüngste Bettenhaus am EK wurde 2015 in Betrieb genommen. Das Bild zeigt das Richtfest einige Monate zuvor.

Wird ein Anbau fertig, ist das stets auch ein feierlicher Moment: Das jüngste Bettenhaus am EK wurde 2015 in Betrieb genommen. Das Bild zeigt das Richtfest einige Monate zuvor. © Roman Grzelak

Jüngster EK-Anbau für 72 Betten

Etwa zur selben Zeit wie der jüngste Anbau am Katharinen-Hospital war auch die bisher letzte Erweiterung des Evangelischen Krankenhauses fertig geworden. In einem neuen Trakt zur Holbeinstraße hin war Raum geschaffen worden für 72 Patientenzimmer. Der Hintergrund war ähnlich wie beim katholischen Pendant: Die Bettenzahl wurde nicht erhöht, aber es wurde für mehr Platz und Komfort gesorgt. So wurden alte Dreibettzimmer zugunsten neuer Zweibettzimmer aufgegeben.

Außerdem wurde Platz geschaffen für einen Untermieter: Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe hat im EK-Anbau eine Unnaer Außenstelle seiner Psychiatrie eingerichtet.

EK Unna gibt es seit 1858

Auch die Geschichte des Evangelischen Krankenhauses ist von Wachstum geprägt, und sie begann noch früher als die des KK. Im ersten Evangelischen Krankenhaus Unna versorgten ab 1858 ein Diakon und seine Frau Patienten in einem Zimmer mit zwei Betten. Das Gebäude stand an der Flügelstraße. Der Bedarf an medizinischer Versorgung wuchs, das Haus wurde Ende der 1880er-Jahre zu eng. Es wurde ein Neubau im Westen der Stadt errichtet und im Lauf der kommenden Jahrzehnte erweitert.