„Unklare Rauchentwicklung“ auf altem Zechengelände alarmiert die Feuerwehr

Feuerwehr Werne

Zu einer „unklaren Rauchentwicklung“ rückte die Feuerwehr Werne am Samstagmittag aus. Ziel war das alte Zechengelände an der Kamener Straße. Wenig später war die Entwicklung klar.

Werne

, 23.02.2020, 14:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Versuch, feuchtes Holz auf dem alten Zechengelände Werne zu verbrennen, führte zu starkem Rauch und einem Feuerwehr-Einsatz.

Der Versuch, feuchtes Holz auf dem alten Zechengelände zu verbrennen, führte zu starkem Rauch und einem Feuerwehr-Einsatz. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Der Löschzug Stadtmitte der Freiwilligen Feuerwehr rückte am Samstag, 22. Februar 2020, um 13.31 Uhr zum alten Zechengelände an der Kamener Straße aus. Der Alarm lautete: „Unklare Rauchentwicklung im Bereich Gewerbegebiet“.

Das ehemalige Zechengelände wird von Industrieunternehmen genutzt. Ein aufmerksamer Beobachter hatte Rauch bemerkt und umgehend die Feuerwehr alarmiert. Die Erkundung ergab ein beaufsichtigtes, aber nicht gemeldetes Nutzfeuer in einer Tonne auf dem ehemaligen Zechengelände.

Es handelte sich um ein Feuer in direkter Nähe einer sogenannten Protegohaube. Genau davor warnt das Schild.

Es handelte sich um ein Feuer in direkter Nähe einer sogenannten Protegohaube. Genau davor warnt das Schild. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Es wurde versucht, feuchte Hölzer zu verbrennen, was zu einer starken Rauchentwicklung führte. Die Tatsache, dass der Ort des Feuers, trotz deutlicher Warn-Beschilderung, „sehr unglücklich gewählt war, wurde in einem Gespräch mit dem Verursacher erörtert“, schreibt die Feuerwehr in ihrer Meldung.

Verbotenes Feuer in der Nähe einer „Protegohaube“

Es handelte sich um ein Feuer in direkter Nähe einer sogenannten Protegohaube. Diese Hauben werden nach einer Zechenstilllegung benutzt, um das aus der Kohle ausgasende Methan gezielt abzuführen. Zur Sicherung unkontrollierter Gasausbrüche und gegen Blitzschlag (Explosionsgefahr) bekamen viele Schächte im Ruhrgebiet, auch in Werne, ein Sicherheitsventil, die sogenannte Protegohaube.

Es wurde die Auflage gestellt, das Feuer selbst zu löschen, welches der Verursacher durch eine bereitstehende sogenannte Kübelspritze auch tat.

Jetzt lesen

Jetzt lesen

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Blumenhändler
Corona-Krise stellt Floristen vor große Herausforderung - trotz geöffneter Läden
Hellweger Anzeiger Veranstaltungsbranche in Corona-Krise
Betreiber der Nachtschicht erhält Finanzspritze, sorgt sich aber um Disko