Uniklinik-Neubau: Ersten Corona-Patienten werden behandelt

In einer in wenigen Monaten gebauten räumlich vollständig getrennten Einheit der Düsseldorfer Uniklinik werden die ersten Covid-19-Patienten behandelt. Der Bau war im April bewilligt worden und hatte Ende Juli begonnen. Die Uniklinik könne künftig die Behandlung von Corona-Patienten „weitgehend in einem Gebäude konzentrieren und damit auch vom restlichen Krankenhausbetrieb besser abkoppeln“, sagte der Ärztliche Direktor und Vorstandsvorsitzende, Professor Frank Schneider, laut einer Mitteilung vom Montag. Dort sollen Menschen aufgenommen werden, die sehr schwer erkrankt sind.

23.11.2020, 17:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Das Gelände des Universitätsklinikums Düsseldorf. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Bislang hätten die Covid-19-Patienten an mehreren Orten auf dem Gelände der Uniklinik behandelt werden müssen. Es gebe nun zudem mehr Reserven an Intensivbetten - auch mit Beatmungsmöglichkeit. In dem neuen Gebäude können 43 Menschen behandelt werden. Es gibt 25 Intensiv- und 18 sogenannte Intermediate-Care-Betten - eine Art Vorstufe der Intensivplätze. Zum Start am Montag wurden in dem Neubau 23 Menschen behandelt, wie ein Uniklinik-Sprecher sagte. Insgesamt seien derzeit 59 Corona-Patienten in der Klinik, die nicht alle intensiv behandelt werden müssten. Laut Mitteilung verfügt die Klinik nun über die „modernste Intensiveinheit Europas“.

Das Land hatte den Bau mit Corona-Soforthilfemitteln finanziert. NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos) sagte, dass die Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen bei der Bewältigung der Corona-Krise „an vorderster Front“ stünden. In Düsseldorf sei mit den Landesmitteln innerhalb von sechs Monaten „Herausragendes geleistet worden“.

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