Uniklinik Essen richtet Muttermilchbank für Frühgeborene ein

Medizin

Die Muttermilch ist für Neugeborene das wichtigste Nahrungsmittel. Falls die Milchproduktion bei der frisch gebackenen Mutter stockt, gibt es nun an der Uniklinik Essen eine Alternative.

Essen

23.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wenn die Mutter eines Frühchens keine eigene Milch hat, kann das Frühgeborene mit gespendeter Milch aus der Frauenmilchbank versorgt werden.

Wenn die Mutter eines Frühchens keine eigene Milch hat, kann das Frühgeborene mit gespendeter Milch aus der Frauenmilchbank versorgt werden. © picture alliance/dpa

Frühgeborene Kinder können künftig auch an der Uniklinik Essen schon von Geburt an mit Muttermilch versorgt werden. Möglich macht dies eine sogenannte Muttermilchbank. Dort gelagerte Milch ist für frühgeborene Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm bestimmt, wie die Leitende Oberärztin Anja Stein berichtete. Der Körper der Mütter dieser frühgeborenen Kinder sei bei der Geburt noch nicht darauf eingestellt, selbst Milch zu produzieren.

Mit der Milch aus der Muttermilchbank könnten dann die ersten Tage überbrückt werden. Bei der Milch handelt es sich um überschüssige Muttermilch von Frauen, die in der Klinik für Frauenheilkunde entbunden haben. „Die Milch wird untersucht, gelagert, anonymisiert und bei Bedarf den Frühgeborenen der Station gegeben, deren Mütter nicht ausreichend Milch haben oder nicht stillen dürfen“, teilte die Uniklinik weiter mit.

Die Muttermilchbank in Essen ist nach Dortmund die zweite in Nordrhein-Westfalen. Deutschlandweit gibt es nach Angaben der Uniklinik Essen derzeit 27 Muttermilchbanken.

dpa

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Coronavirus
Coronavirus in NRW: Kinder und Jugendliche leiden besonders stark unter der Pandemie - Liveblog