Uniklinik Essen richtet Muttermilchbank für Frühgeborene ein

Frühgeborene Kinder können künftig auch an der Uniklinik Essen schon von Geburt an mit Muttermilch versorgt werden. Möglich macht dies eine sogenannte Muttermilchbank. Dort gelagerte Milch ist für frühgeborene Kinder mit einem Geburtsgewicht von unter 1500 Gramm bestimmt, wie die Leitende Oberärztin Anja Stein am Montag berichtete. Der Körper der Mütter dieser frühgeborenen Kinder sei bei der Geburt noch nicht darauf eingestellt, selbst Milch zu produzieren. Mit der Milch aus der Muttermilchbank könnten dann die ersten Tage überbrückt werden.

22.06.2020, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Foto zeigt den Eingangsbereich des Universitätsklinikums. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Das Foto zeigt den Eingangsbereich des Universitätsklinikums. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Bei der Milch handelt es sich um überschüssige Muttermilch von Frauen, die in der Klinik für Frauenheilkunde entbunden haben. „Die Milch wird untersucht, gelagert, anonymisiert und bei Bedarf den Frühgeborenen der Station gegeben, deren Mütter nicht ausreichend Milch haben oder nicht stillen dürfen“, teilte die Uniklinik weiter mit. Die Muttermilchbank in Essen ist nach Dortmund die zweite in Nordrhein-Westfalen. Deutschlandweit gibt es nach Angaben der Uniklinik Essen derzeit 27 Muttermilchbanken.

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