Uni: Schutzmasken aus dem 3-D-Drucker

Immer mehr Labore und Forschungseinrichtungen helfen bei der Versorgung von Kliniken mit Atemschutzmasken. An der Universität Duisburg-Essen werden die dafür nötigen Bauteile mit 3-D-Druckern hergestellt. Das Schild für die Maske werde aus Folien für Overhead-Projektoren geschnitten. „Diese sammeln wir gerade überall an der Uni ein“, sagte Stefan Kleszczynski vom Lehrstuhl für Fertigungstechnik an der Universität.

27.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gebäude der Universität Duisburg-Essen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Gebäude der Universität Duisburg-Essen. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild

Je nach Druckverfahren und verwendetem Werkstoff koste der Gesichtsschutz zwischen zwei und neun Euro pro Stück. Die ersten Prototypen seien bereits an der Uniklinik Essen getestet und für gut befunden worden. Aktuell werde die Desinfizierbarkeit der Masken getestet. Wenn alles klappt, sollen 1000 Stück schon bald an das Uniklinikum geliefert werden.

Auch beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sollen Atemschutzmasken und Ventile für Beatmungsgeräte im 3-D-Druckverfahren hergestellt werden. Wo sonst Modelle für die Luft- und Raumfahrtforschung enstehen, könne medizinische Schutzausrüstung gefertigt werden, teilte das DLR mit. Die Umstellung sei erfolgreich getestet worden. Die leistungsfähigsten Drucker im DLR könnten bis zu zehn Schutzmasken oder 15 Ventile für Beatmungsgeräte pro Tag herstellen. Durch eine Vernetzung der Institute und Einrichtungen sei es möglich, größere Mengen zu produzieren.

Die Uni Duisburg-Essen und das DLR waren nach einem Aufruf der EU-Kommission tätig geworden.

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