Unfallserie mit getötetem Radfahrer: Frau eingewiesen

Nach einer Unfallserie mit einem getöteten Radfahrer im Tecklenburger Land ist die 44 Jahre alte Beschuldigte in die Psychiatrie gekommen. Die Staatsanwaltschaft geht nach einem Gutachten von einer psychischen Erkrankung aus und beantragte beim Amtsgericht Münster die vorläufige Unterbringung wegen des Verdachts des Mordes und des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, wie die Ermittler am Dienstag mitteilten.

20.10.2020, 11:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild

Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Symbolbild

Die Frau aus Lengerich im Kreis Steinfurt soll Ende September ihr Auto vorsätzlich in eine Gruppe von Radfahrern gelenkt haben. Mit rund 100 Stundenkilometern erfasste sie einen 47-Jährigen, der an der Unfallstelle starb. Die Beschuldigte sei anschließend mit ihrem Auto gegen einen Baum geprallt und schwer verletzt worden.

Kurz davor soll die Frau an weiteren Unfällen in Lengerich und Lienen beteiligt gewesen sein, bei denen drei Menschen verletzt wurden. Die Ermittlungen der Mordkommission seien noch nicht abgeschlossen, hieß es. Die 44-Jährige äußere sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Sie wurde am Montag aus dem Krankenhaus entlassen und nach der Entscheidung eines Richters in eine forensische Klinik überstellt.

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