Unerlaubte Spritztour geht schief - Fahranfänger (18) fährt 510-PS-Auto zu Schrott

Polizei

Ein Fahranfänger (18) hat in der Nacht zu Sonntag (1. März) einen 510 PS starken Mercedes zu Schrott gefahren. Eine 16-jährige Beifahrerin ist bei dem Unfall auf der A40 verletzt worden.

Gelsenkirchen

02.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine unerlaubte Spritztour mit einem 510 PS starken Wagen endete an der Betonwand auf der A40.

Eine unerlaubte Spritztour mit einem 510 PS starken Wagen endete an der Betonwand auf der A40. © Polizei Dortmund

Ein 18-jähriger Fahranfänger aus Gelsenkirchen hat in der Nacht zu Sonntag (1. März) ohne Erlaubnis eine Spritztour gemacht - und dabei einen 510 PS starken Wagen zu Schrott gefahren. Der junge Mann war mit seiner 16 Jahren alten Beifahrerin auf der Autobahn 40 in Richtung Dortmund unterwegs, als er die Kontrolle über den Wagen verlor.

Laut Angaben der Polizei vom Montag beschleunigte er, wechselte die Spuren und prallte dabei gegen eine Gleitschutzwand aus Beton. Das Auto drehte sich und stieß mit dem Heck noch einmal gegen die Wand. Der Mercedes blieb stark beschädigt auf dem linken Fahrstreifen liegen.

Beide Insassen kamen in ein Krankenhaus, die 16-Jährige wurde bei dem Unfall in leicht verletzt. Die Polizei schätzte den Schaden auf rund 50.000 Euro. Der junge Mann hatte sich den Angaben zufolge unbemerkt den Autoschlüssel seines Vaters genommen, dem der Wagen von einem Bekannten zur Überführung anvertraut worden war.

Vater des 18-Jährigen sollte das Auto überführen

Dem Unfall vorangegangen war ein Autokauf am 29. Februar. Ein 38-jähriger Mann aus Oberhausen hatte den Mercedes erworben und die Überführung dem Vater des 18-jährigen Unfallverursachers anvertraut. Die Polizei informierte den Käufer des Fahrzeugs über den Unfall. Der habe betont, dass nur der Vater des 18-Jährigen das Auto hätte fahren dürfen.

Neben der fahrlässigen Körperverletzung bei einem Verkehrsunfall, muss sich der junge Mann nun auch wegen der unbefugten Ingebrauchnahme des Autos verantworten. Als Fahranfänger erwarten ihn darüber hinaus voraussichtlich eine Verlängerung der Probezeit um weitere zwei Jahre und ein kostenpflichtiges Aufbauseminar.

rej mit dpa

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