Und plötzlich steht das Reh auf der Straße - was tun bei Wildunfällen?

Wildunfälle

Autofahrer sind im Herbst mehrfach gefordert. Nicht nur Regen und Nebel können gefährlich werden. Es droht auch so manche unliebsame Begegnung.

Selm, Nordkirchen, Olfen, Lünen

, 25.10.2020, 09:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
In dieser Jahreszeit sind Unfälle mit Wild nicht selten. Es gibt aber Verhaltensweisen, mit denen solche Zusammenstöße vermieden werden können.

In dieser Jahreszeit sind Unfälle mit Wild nicht selten. Es gibt aber Verhaltensweisen, mit denen solche Zusammenstöße vermieden werden können. © picture alliance/dpa

Regen, Nebel, Dunkelheit: Autofahrer benötigen in dieser Jahreszeit höchste Konzentration. Auch mit Wildwechsel von Rehen und Wildschweinen müssen sie rechnen. Ein Experte mahnt zur Wachsamkeit.

Die Tiere überqueren die Straßen auf dem Weg zu ihren Futterplätzen und haben schon so manchen Autofahrer erschreckt auf die Bremse treten lassen. Damit es beim Schrecken bleibt, beantworten wir wichtige Fragen. Und zwar mit Hilfe von Dietrich Junge, Jagdberater des Kreises Unna. Er hat einige Verhaltenstipps.

? Wie lassen sich Wildunfälle vermeiden?

„Die meisten Wildunfälle lassen sich durch vorausschauende Fahrweise vermeiden“, sagt der Kreis-Jagdberater. „Gerade an Waldrändern und Lichtungen gilt aber: runter vom Gas und Augen auf.“ Nachts schreckt Fernlicht das Wild ab.

? Was ist, wenn doch mal ein Tier auf der Straße steht?

Läuft doch einmal ein Tier auf die Fahrbahn, gibt es laut Dietrich Junge nur eins: „Bremsen, Fernlicht aus, hupen.“

? Was tun, wenn es doch gekracht hat?

Kommt es dennoch zu einem Wildunfall, muss auf jeden Fall die Polizei verständigt werden, erklärt der Jagdberater: „Das gilt selbstverständlich auch, wenn das Tier verletzt wurde und weggelaufen ist.“ Die Polizei informiert dann den für das Gebiet zuständigen Jäger.

? Nun nehmen ja einige Zeitgenossen Wild, das angefahren wurde, im Kofferraum mit.

„Auf keinen Fall darf das Tier ins Auto geladen und abtransportiert werden, denn es handelt sich hierbei um Jagdwilderei“, sagt der Wild-Profi.

? Wer kommt eigentlich für die Kosten eines Wildunfalls auf?

Grundsätzlich muss der Verkehrsteilnehmer für den Wildschaden nicht haften, es sei denn, er hat den Unfall z.B. fahrlässig verursacht., teilt der Kreis Unna mit. Die Kosten für den Schaden am Fahrzeug übernehme in aller Regel die Kfz-Versicherung. Andere Regeln als bei Wild gelten für Haustiere. Verursacht ein Hund oder eine Katze einen Unfall, kommt der Halter für den Schaden auf. Allerdings muss auch hier die Polizei eingeschaltet werden

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