Umstrittener Polizeieinsatz: Demo zieht durch Düsseldorf

Die Frage, ob es sich bei einem Einsatz in der Düsseldorfer Altstadt um unangemessene Polizeigewalt oder ein ordnungsgemäßes Vorgehen handelte, sorgt weiter für Debatten. Nun gibt es eine Demo.

22.08.2020, 02:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Ein Polizist steht vor einem Streifenwagen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Symbolbild

Nach einem umstrittenen Polizeieinsatz in Düsseldorf zieht am heutigen Samstag ein Protestmarsch durch die Innenstadt. Die Demonstration soll laut Polizei um 13 Uhr am Landtag beginnen, über Königsallee und Heinrich-Heine-Allee durch die Innenstadt ziehen und wieder am Landtag enden. Laut Veranstalter werden bis zu 5000 Menschen erwartet.

Ursprünglich sollte der „Protestmarsch für Mohamed A. - gegen Polizeigewalt“ unter anderem durch den Hauptbahnhof und am Ort des Vorfalls in der Altstadt vorbei ziehen. Nach Gesprächen mit der Polizei nahmen die Anmelder davon Abstand.

Die Demonstration am Samstag bezieht sich auf einen Einsatz eine Woche zuvor: Nachdem ein Jugendlicher (15) Polizisten beleidigt und tätlich angegriffen hatte und sich gegen seine Festnahme wehrte, war er von den Beamten am Boden fixiert worden. Ein Polizist drückte dabei den Kopf des Jugendlichen mit dem Knie auf den Boden. Die Ermittlungen zu den Vorfall laufen noch. Innenminister Herbert Reul (CDU) hatte am Donnerstag im Innenausschuss dargelegt, dass die Technik grundsätzlich zulässig sei.

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