Umbau Stadtbücherei Werne: Kunden sollen sich rechtzeitig mit Lektüre eindecken

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Der Umbau der Stadtbücherei steht an. Ab Ende März ist die Bücherei nicht nur zwischenzeitlich einige Tage geschlossen. Die Nutzer müssen über eine längere Zeit Einschränkungen in Kauf nehmen.

Werne

, 10.03.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Umbau und die Modernisierung der Stadtbücherei zu einem „Öffentlichen Wohnzimmer“ stehen an. Das hat für die Kunden zwei Mal Voll-Schließungen sowie über einen längeren Zeitraum erhebliche Einschränkungen zur Folge.

Ende März 2020 starten die auf zwei Monate angesetzten Umbauarbeiten. Die erste Schließung betrifft nur einen Tag, wie Büchereileiterin Gerlinde Schürkmann im jüngsten Kulturausschuss sagte: „Samstag, 28. März, haben wir für einen Tag geschlossen“. Die nächste Schließungsperiode dauert schon um einiges länger: Von Samstag, 2. Mai, bis Samstag, 16. Mai 2020, bleibt die öffentliche Einrichtung im Alten Steinhaus am Moormannplatz geschlossen.

Bürgermeister Lothar Christ (v. l.), Sparkassenvorstand Martin Abdinghoff, Büchereileiterin Gerlinde Schürkmann, Fördervereinsvorsitzender Andreas Bassendowski und Kulturdezernent Alexander Ruhe stellten im Oktober 2019 das Konzept zur Umgestaltung des ersten Obergeschosses in der Stadtbücherei vor.

Bürgermeister Lothar Christ (v. l.), Sparkassenvorstand Martin Abdinghoff, Büchereileiterin Gerlinde Schürkmann, Fördervereinsvorsitzender Andreas Bassendowski und Kulturdezernent Alexander Ruhe stellten im Oktober 2019 das Konzept zur Umgestaltung des ersten Obergeschosses in der Stadtbücherei vor. © Bernd Warnecke (A)

„Da der Altbau in der ersten Etage aufwendig umgebaut wird, kommt es dort zu längeren Einschränkungen“, sagte Schürkmann. Während die Bücherei an sich, bis auf die oben erwähnten Schließungsperioden, geöffnet hat, bleibt der Altbau im ersten OG vom 28. März bis Mitte Mai für Kunden gesperrt.

Ein Zugriff auf die Biografien und Hörbücher ist in dieser Zeit nicht möglich. Belletristik sowie einige Zeitschriften sind nur sehr eingeschränkt nutzbar, gibt Schürkmann bekannt. Sie empfiehlt den Kunden daher: „Decken Sie sich rechtzeitig mit Lektüre ein.“

Die Einschränkungen dürften sich aber letztlich für alle Nutzer lohnen. Denn der Altbau in der ersten Etage bekommt ein völlig neues, luftigeres Gesicht. Statt der Reihen von Bücherregalen sind einzelne Lektüre-Inseln geplant. Sitzecken sollen den Anspruch unterstreichen, dass sich die altbekannte Buchausleihe in ein „öffentliches Wohnzimmer“ verwandelt.

„Wir wollen den Raum auf Vordermann bringen und die Aufenthaltsqualität deutlich erhöhen“, erläuterte Schürkmann den Ausschuss-Mitgliedern. Dazu zählen neuer Bodenbelag und Anstrich, sanft gebogene Bücherregale „und endlich eine neue Beleuchtung“, so die Leiterin. Möglich macht diese aufwendige Renovierung eine Spende der Sparkassen-Stiftung.

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Bei der Vorstellung des Projektes im Oktober 2019 sagte Bürgermeister Lothar Christ: „Für die Maßnahme wird ein hoher fünfstelliger Betrag benötigt.“ Wie hoch die Summe genau ausfällt, wollten er und die Sparkassenstiftung nicht bekanntgeben.

Nicht nur die in die Jahre gekommene Einrichtung an sich löste den Modernisierungswunsch aus. Sondern auch eine andere Tatsache. Gerlinde Schürkmann: „Es halten sich mittlerweile mehr Menschen in der Bücherei auf, als dass sie Bücher ausleihen.“ Dem wolle man mit dem Konzept des „Öffentlichen Wohnzimmers“ Rechnung tragen.

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