Türkgücü-Geschäftsführer zum Streit: „Bleiben hartnäckig“

Drittliga-Aufsteiger Türkgücü München will im Streit um die Teilnahme am DFB-Pokal mit dem Bayerischen Fußballverband (BFV) nicht nachgeben. Am Freitag hatte das Landgericht München I entschieden, dass Türkgücü anstelle des Regionalligisten 1. FC Schweinfurt 05 gegen den Bundesligisten FC Schalke 04 antreten soll. Auf Antrag des BFV verschob der Deutsche Fußball-Bund bis zur endgültigen Klärung des Rechtsstreits die für Sonntag geplante Erstrundenpartie.

12.09.2020, 15:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Als Aufsteiger in die 3. Liga, die sowieso finanziell sehr schwer ist, ist es eine Summe, die wir auch in unserer Kalkulation von Anfang an mitaufgenommen haben“, sagte Türkgücü-Geschäftsführer Max Kothny dem „Sportbuzzer“ mit Blick auf die 180 000 Euro Erstrunden-Prämie. „Sollten wir nicht am DFB-Pokal teilnehmen können, wäre der Verlust besonders im Marketingbereich extrem.“

Ein Livespiel auf Sky gegen einen Bundesligisten, das sei auch für das Image des Vereins sehr wichtig. „So eine Sache müssen wir einfach mitnehmen. Deswegen bleiben wir auch weiter hartnäckig dran und wollen unbedingt am Wettbewerb teilnehmen“, sagte der 23-Jährige. Es sei seit Jahren „gelebte Praxis, dass die beste Amateur-Mannschaft aus Bayern am DFB-Pokal teilnehmen darf. Und das sind nun mal wir.“

Der Verein werde weiter daran arbeiten, „dass wir dieses Eilurteil nochmals bekräftigt bekommen. Wenn das Verfahren weiterlaufen sollte, werden wir es auch weiterführen“, betonte der Geschäftsführer.

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