Transsexuelle Kommandeurin verabschiedet: Jetzt nach Bonn

Nach drei Jahren als erste transsexuelle Kommandeurin der Bundeswehr hat Oberstleutnant Anastasia Biefang ihre Arbeit im Informationstechnikbataillon 381 in Storkow (Oder-Spree) beendet. Während eines feierlichen Abschlussappells inklusive militärischem Kommandowechsel übergab sie in der Kurmark-Kaserne der Stadt die Führung an Nachfolger Oberstleutnant Marc Tachlinski.

27.10.2020, 15:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Oberstleutnant Anastasia Biefang. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Oberstleutnant Anastasia Biefang. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB

Er arbeitete bisher im Kölner Bundesamt für das Bundeswehr-Personalmanagement. Aufgrund der Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie durften an der Zeremonie nur geladene Gäste teilnehmen.

Biefang war 2017 als erste transsexuelle Bundeswehr-Kommandeurin bekannt geworden. In den drei Jahren in Storkow sei sie in der Kaserne und der Stadt „als Mensch, der ich bin“ wertgeschätzt worden. Deshalb falle ihr der Abschied schwer, sagte die 46-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Die gebürtige Krefelderin, die mit ihrer Frau in Berlin lebt, übernimmt als Generalstabsoffizierin ein Referat im Bundeswehr-Kommando Cyber- und Informationsraum in Bonn.

Dem Bundeswehr-Informationstechnikbataillon 381 in der Storkower Kurmark-Kaserne gehören aktuell rund 700 Soldaten an, die mobile Datenverbindungen bei Einsätzen und Übungen der Bundeswehr im In- und Ausland herstellen.

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