Thyssenkrupp nach Verkauf der Aufzugssparte in Bedrängnis

Thyssenkrupp will die Wende schaffen. Das Geld dafür kommt aus dem Verkauf der Aufzugssparte. Doch die aktuelle Lage bei dem angeschlagenen Stahl- und Industriekonzern ist ernst.

13.08.2020, 01:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Logo von Thyssenkrupp. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Das Logo von Thyssenkrupp. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild

Mit dem Verkauf seiner Aufzugssparte hat sich Thyssenkrupp finanziell Luft verschafft. Mehr als 17 Milliarden Euro hat der schwer angeschlagene Stahl- und Industriekonzern für seinen wertvollsten Geschäftsbereich erhalten. Das Geld braucht das Traditionsunternehmen dringend - um Schulden abzubauen und den notwendigen Konzernumbau zu finanzieren. Wie groß die Probleme von Thyssenkrupp sind, dürfte sich am heutigen Donnerstag (7.00 Uhr) zeigen, wenn das Unternehmen die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal präsentiert.

Schon in der erst Hälfte des bis Ende September laufenden Geschäftsjahres hatte Thyssenkrupp einen Fehlbetrag von über einer Milliarden Euro angehäuft. In den folgenden drei Monaten sind nach Schätzungen von Analysten mehrere Hundert Millionen Euro dazu gekommen.

Thyssenkrupp gehört zu den besonders schwer von der Corona-Pandemie gebeutelten Unternehmen in Deutschland, denn es war schon vor der Krise stark angeschlagen. Vor allem die Stahlproduktion fand kaum Abnehmer. Der Konzern schickte weltweit mehr als 30 000 seiner rund 160 000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Inzwischen sinke die Zahl der Kurzarbeiter aber wieder, hatte der Konzern im Juli berichtet.

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