Tempo 30 auf der Jägerstraße in Lünen-Süd: Stadt reagiert auf Beschwerden

Kontroverse Diskussion

Kontrovers diskutiert wird im Internet eine Änderung an der Jägerstraße. Dort gilt jetzt Tempo 30. Anwohner hatten das gefordert, die Stadt hat es jetzt umgesetzt.

Lünen

, 18.06.2020, 12:29 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der Jägerstraße in Lünen-Süd gilt ab dieser Woche eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde.

Auf der Jägerstraße in Lünen-Süd gilt ab dieser Woche eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde. © Stadt Lünen

Auf der Jägerstraße in Lünen-Süd gilt seit Mittwoch (17.6.) eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Kilometer pro Stunde. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit. Die neue Verkehrsregelung sei ein Ergebnis der Bürgerwerkstatt „Mobilität und Verkehr“, die die Stadtverwaltung und der Projektbeirat Lünen-Süd im November 2018 im Stadtteil veranstaltet hatten.

In der Veranstaltung hatten Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach einem Tempolimit geäußert, um die Sicherheit auf der Jägerstraße zu verbessern. Dem konnte die Stadt Lünen nun nachkommen. Auch Polizei, Feuerwehr und die Verkehrsgesellschaft Kreis Unna (VKU) hatten keine Bedenken hinsichtlich der Änderung.

Vor allem Radfahrerinnen und Radfahrer, die die Straße benutzen müssen, weil es keine separaten Radwege gibt, werden durch die Geschwindigkeitsbegrenzung besser geschützt, schreibt die Stadt. Die Jägerstraße sei außerdem für viele Schülerinnen und Schüler, insbesondere der nahen Käthe-Kollwitz-Gesamtschule, Bestandteil des Schulwegs.

Eng bebaute Straße

Auch die Geschäfte an der Straße sowie die Kirchengemeinde sollen davon profitieren, dass die Autofahrerinnen und Autofahrer vor ihrer Tür künftig einen Gang herunterschalten müssen. Die eng bebaute Straße habe es ohnehin kaum zugelassen, durchgehend mit 50 Kilometern pro Stunde zu fahren, hieß es von der Stadtverwaltung.

Die neue Regelung gilt vom Anfang der Jägerstraße an der Kreuzung mit der Bebelstraße bis zum Ortsausgang an der Einmündung der Straße „Auf der Leibzucht“. Die Stadt kündigte an, die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung regelmäßig zu überwachen.

Im Sozialen Netzwerk Facebook entwickelte sich schnell eine kontroverse Diskussion über die Änderung, die Stand Donnerstagmittag rund 300 Kommentare beinhaltet. „Wie ätzend“ und „der größte Schwachsinn“ ist dort zu lesen, andere befürworten die Änderung: „Klasse, dass es so kam. Bravo.“

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