Tempo 30 an der Moltkestraße: Kontrollen, weniger Lärm, saftige Strafen

dzNach Anwohnerbeschwerden

Wöchentlich stehen die Messwagen von Polizei und Ordnungsamt in der Moltkestraße, beobachtet Anwohner Armin Ott. Anscheinend ist es notwendig: Seit Dezember gilt hier durchgängig Tempo 30.

Lünen

, 29.04.2020, 20:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der rote Caddy der Stadt Lünen und der Messwagen der Polizei seien auf der Moltkestraße fast heimisch. Anwohner Armin Ott und seine Nachbarn beobachten, dass mehrfach wöchentlich kontrolliert wird. Ende 2019 hat die Stadt reagiert und an der Moltkestraße durchgängig Tempo 30 eingeführt.

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Zuvor hatten schon Anwohner 200 Unterschriften für eine Geschwindigkeitsreduzierung überreicht. Einer der Initiatoren war Armin Ott, Sprecher des Stammtischs „Die Geister“ im Ortsteil. „Der Geräuschpegel und die Erschütterungen sind spürbar zurückgegangen“, sagt er jetzt.

Über 250 Verstöße in dreieinhalb Monaten

Aber wie oft wird dort tatsächlich kontrolliert? Die Polizei hat für Kontrollen an einzelnen Straßen keine expliziten Daten. Die Stadt Lünen schon: „Die erste Messung nach der Änderung der Beschilderung auf der Moltkestraße war Mitte Januar. Seitdem sind in dem Bereich zwölf Verstöße mit einem Bußgeld (80-100 Euro plus Gebühren und Auslagen) geahndet worden“, berichtet Pressesprecher Benedikt Spangardt. „Dazu kommen 243 Verstöße, die mit einem Verwarngeld (15 bis 35 Euro) geahndet worden sind.“ Das sind über 250 Verstöße in dreieinhalb Monaten.

Die meisten Bußgelder hat die Stadt in diesem Jahr übrigens an der Hammer Straße, Gahmener Straße und Kupferstraße verhängt.

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