Telefónica: Fehlende LTE-Standorte sind errichtet

Der wegen zu langsamen Netzausbaus unter Druck geratene Mobilfunknetzbetreiber Telefónica hat nach eigenen Angaben die noch fehlenden LTE-Standorte vor Ablauf einer wichtigen Frist errichtet. Damit habe man ein von der Bundesnetzagentur angedrohtes Zwangsgeld abgewendet, teilte ein Telefónica-Sprecher der dpa am Montag mit. Vodafone, Telekom und Telefónica haben sich gegenüber der Regulierungsbehörde verpflichtet, beim Ausbau des 4G-Mobilfunknetzes bestimmte Fristen einzuhalten. Damit soll verhindert werden, dass die Unternehmen nur dort in ihre Netze investieren, wo es lukrativ ist - etwa in Großstädten mit vielen Nutzern.

27.07.2020, 12:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Logo des Telekommunikationsanbieters Telefonica ist auf einem Schild vor dem O2-Uptown-Hochhaus zu sehen. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Das Logo des Telekommunikationsanbieters Telefonica ist auf einem Schild vor dem O2-Uptown-Hochhaus zu sehen. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Archivbild

Bis Ende des vergangenen Jahres sollten demnach 98 Prozent der deutschen Haushalte mit mindestens 50 MBit pro Sekunde versorgt sein, 97 Prozent in jedem Bundesland. Darüber hinaus sollten ICE-Strecken und Autobahnen vollständig mit dem schnellen Netz abgedeckt sein.

Bei Telefónica waren die Lücken beim Netzausbau am größten, rund 7600 LTE-Standorte fehlten. Die Bundesnetzagentur setzte deshalb Nachholfristen fest: Doch auch die Vorgabe, bis Ende Juni 40 Prozent der fehlenden 7600 LTE-Standorte gebaut zu haben (entspricht 3 040 Stationen), verfehlte Telefónica - und begründete dies mit Verzögerungen durch die Corona-Pandemie. Unter Androhung eines Zwangsgeldes gab die Regulierungsbehörde dem Unternehmen einen weiteren Monat Zeit zur Schließung der Lücken. Dieses Ziel sei nun erfüllt, heißt es von Telefónica.

Die weiteren festgesetzten Fristen - 5 000 neue LTE-Stationen bis Ende September und alle 7600 fehlenden bis zum Jahresende - werde man einhalten, erklärte der Sprecher.

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