Tausende Jahre alte Siedlung in Warendorf entdeckt

Archäologen sind in Warendorf auf Relikte einer mehr als 2000 Jahre alten Siedlung gestoßen. Die Forscher legten in der westfälischen Stadt Spuren von Hausgrundrissen, Getreidespeichern sowie zwei rätselhafte Gräben frei, wie der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) am Mittwoch mitteilte. Die Siedlung stamme aus der Eisenzeit, die von 500 bis 300 vor Christus dauerte. Schon bei Voruntersuchungen 2019 sei man auf Siedlungsspuren aus der Bronze- bis Eisenzeit gestoßen, zudem auf Funde aus der römischen Kaiserzeit.

08.07.2020, 15:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die aktuelle Entdeckung von neun Getreidespeichern und verkohlten Getreideresten lassen annehmen, dass die Menschen dort in der Eisenzeit intensiv Landwirtschaft betrieben, wie LWL-Archäologe Bernhard Stapel schilderte. „Wir gehen davon aus, dass es sich hier um eine kleine, wohl über Jahrhunderte hinweg existierende Siedlung handelt.“ Eine weitere Flächen-Untersuchung 2021 werde voraussichtlich zusätzliche Siedlungsreste zutagefördern.

Rätselhaft sind dem LWL zufolge zwei Kreisgräben mit einem Durchmesser von etwa drei Metern. Sie seien schlecht erhalten, was eine eindeutige Interpretation derzeit unmöglich mache.

Weitere Meldungen