Tarox-Azubis bieten Hilfe für Menschen an, die wegen Corona zu Hause festsitzen

Solidarität

Solidarität in Lünen in Zeiten von Corona. Die Azubis von Tarox bieten ihre Hilfe an. Anstatt des ursprünglich geplanten Sozial-Projekts gehen sie einkaufen, zur Post oder in die Apotheke.

Brambauer

, 26.03.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Auszubildenden Can Cabuk, Josiah Awudu, arijan Topolnjak, Vanessa Kristian, Ann-Kathrin Bomski, Kadir Kundakcioglu, Sandro Cerminara (Ausbildungsleiter), Sarah Beck und Natalie Unger von der Lüner Firma Tarox bieten Menschen Hilfe an, , die während der Corona-Krise das Haus nicht verlassen können.

Die Auszubildenden Can Cabuk, Josiah Awudu, Marijan Topolnjak, Vanessa Kristian, Ann-Kathrin Bomski, Kadir Kundakcioglu, Sandro Cerminara (Ausbildungsleiter), Sarah Beck und Natalie Unger von der Lüner Firma Tarox bieten Menschen Hilfe an, , die während der Corona-Krise das Haus nicht verlassen können. © Collage: Kristian

Mit ihrem Sozial-Projekt wollen die Auszubildenden der Lüner Firma Tarox Menschen helfen, die bedingt durch die Corona-Krise, das Haus nicht verlassen können.

Egal ob einkaufen, zur Post, zur Apotheke oder andere Hilfen, die zwölf Auszubildenden der ersten beiden Lehrjahre wollen helfen, wo sie können. Das Sozial-Projekt ist dabei nicht nur wegen der Corona-Krise ins Leben gerufen worden.

Projekt mit Kindergarten wegen Corona ausgefallen

„Eigentlich hatten wir etwas mit den Kindergärten machen wollen“, sagt Vanessa Kristian im Gespräch mit der Redaktion am Montag (23.3.) zu dem Aufruf, den sie und ihre Kollegen im Sozialen Netzwerk Facebook veröffentlicht haben. Aufgrund der aktuellen Lage ist das nun natürlich so nicht möglich.

Projekte wie diese gehören laut Natalie Unger, Ausbilderin bei Tarox, für alle Auszubildenden des Lüner IT-Unternehmens mit rund 170 Mitarbeitern dazu.

Von normaler Arbeit kann zur Zeit ebenfalls keine Rede sein. Denn der Ausbildungsbetrieb von Kristian und ihren Kolleginnen und Kollegen hat alle Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Sofern sie nicht dringend am Standort in der Produktion oder beim Vertrieb gebraucht werden.

Und weil die Azubis, besonders im ersten Lehrjahr, nicht so viele Aufgaben von zu Hause aus bearbeiten können, haben sie in Rücksprache mit ihrem Chef aus der Not eine Tugend gemacht.

Anfragen per Telefon

Wer unter Quarantäne stehe, Hilfe beim Einkaufen oder sonstigen Erledigungen braucht, kann sich unter Tel. (0157) 58032610 an Vanessa Kristian wenden. Die Aufgaben koordinieren die jungen Helfer, die aus Lünen und der Region kommen, dann untereinander über den Nachrichtendienst WhatsApp.

Auch Gassi gehen mit dem Hund oder andere Wünsche können an die Auszubildenden gerichtet werden. „Wir richten uns nach dem, was gefragt ist“, sagt Kristian.

Mit der Aktion stehen die jungen Menschen in guter Gesellschaft. Die Aktion „Lünen Süd solidarisch“, ins Leben gerufen von Siggi Hohendorf, bietet ebenfalls Hilfe bei Einkäufen an.

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