Drei Bundesländer legen vor: Plan für Tourismus-Öffnung

Tourismus, Hotels und Gaststätten sind von der Corona-Krise erheblich betroffen. Drei Bundesländer haben einen Plan vorgelegt, wie die Branche wieder hochgefahren werden kann. Im Mai soll es losgehen.

29.04.2020, 15:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tourismus und Gastgewerbe in Niedersachsen sollen schrittweise wieder hochfahren. Zusammen mit Wirtschafts- und Tourismusministern aus Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg legte Ressortchef Bernd Althusmann (CDU) am Mittwoch einen Drei-Stufen-Plan vor, um coronabedingte Einschränkungen zurückzunehmen.

Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete, ist die erste Lockerungsstufe mit der Öffnung von Zoos und Freizeitparks für den 7. Mai ins Auge gefasst. In der zweite Phase folgen demnach am 11. Mai Restaurants und mit eingeschränkter Nutzung Ferienwohnungen und Hotels und am 25. Mai dann Übernachtungstourismus ohne Restriktionen.

Die Länder wollen ihr Konzept in die Wirtschaftsministerkonferenz einbringen. Der Stufenplan sehe die Einhaltung strikter Abstandsregelungen, Hygienevorgaben und Registrierungspflichten vor. Voraussetzung sei auch immer, dass die epidemiologische Lage sich weiter stabilisiere.

In der ersten Stufe sollen dem Konzept zufolge neben Zoos und Freizeitparks auch Gartenschauen und Museen wieder öffnen dürfen. Ausflugsschiffe sollen wieder ablegen, der Verleih von Fahrrädern und Booten sowie der Betrieb von Minigolfanlagen erlaubt werden. Besitzer von Zweitwohnungen und Dauercamper sollen wieder in ihre Domizile fahren dürfen.

In der zweiten Phase sollen Restaurants, Cafés, Biergärten und Imbisse „mit deutlich reduzierten Volumen“ öffnen dürfen. Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie Campingplätze sollen wieder geöffnet werden. Für Hotels, Pensionen und Jugendherbergen ist die Öffnung mit begrenzten Zahlen von Gästen vorgesehen.

In der dritten Phase sollen dann Theater, Konzerthäuser und Kinos den Betrieb aufnehmen sowie andere Kulturveranstaltungen wieder stattfinden. Auch Schwimmbäder dürfen dem Konzept zufolge dann wieder öffnen. Urlauber sollen wieder uneingeschränkt in Hotels und Pensionen übernachten dürfen.

Althusmann besprach sich am Mittwoch auch mit Bürgermeistern und Tourismusverantwortlichen der ostfriesischen Inseln, auch dort ist eine Öffnung für den Tourismus geplant. Von Anfang Mai an sollen zunächst die privaten Zweitwohnungen wieder genutzt werden dürfen, danach Campingplätze und Ferienwohnungen öffnen. In einem dritten Schritt könnten kleine Beherbergungsbetriebe und Hotels unter der Auflage einer geringen Auslastung nachziehen.

Den Inseln komme aber eine Sonderrolle zu, wird Althusmann in einer Mitteilung zitiert. Entscheidend sei, dass die Inseln nicht von einer Reisewelle überrollt würden und es im allerschlimmsten Fall zu einem erneuten Lockdown kommen müsse. „Daher muss vorher auch ein klarer Pandemieplan zum Schutz sowohl der Inselbewohner als auch der Besucher erstellt werden.“

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