Streifenwagen rammt Taxi, Frau stirbt in Bahnhof, Straßenpartys wegen Sturm abgebrochen

Altweiberfastnacht

Zigtausende Menschen haben in den Köln und Düsseldorf Altweiberfastnacht gefeiert. Dabei wurde das Treiben neben dem Anschlag von Hanau von mehreren Ereignissen überschattet.

NRW

21.02.2020, 07:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Taxi ist in Köln mit einem Einsatzfahrzeug der Polizei kollidiert. Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt.

Ein Taxi ist in Köln mit einem Einsatzfahrzeug der Polizei kollidiert. Drei Menschen wurden dabei leicht verletzt. © picture alliance/dpa

Mehrere Ereignisse haben in den rheinischen Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf die Altweiber-Partys überschattet.

Im Karnevalsgeschehen ist in Köln ein Taxi mit einem Einsatzfahrzeug der Polizei kollidiert. Drei Menschen wurden bei dem Unfall in der Nacht zu Freitag leicht verletzt, wie ein Sprecher der Polizei am Freitagmorgen mitteilte.

Der Streifenwagen sei mit Martinshorn und Blaulicht in einer Kolonne mit zwei weiteren Fahrzeugen zu einem Karnevalseinsatz unterwegs gewesen. Nachdem der Taxifahrer die ersten zwei Fahrzeuge passieren ließ, habe er den Wagen gewendet und sei in das dritte Auto gekracht.

Durch den Zusammenstoß wurden nach Angaben der Polizei zwei Beamte im Alter von 27 und 38 Jahren sowie eine 32 Jahre alte Mitfahrerin des Taxis leicht verletzt.

Frau stürzt in Köln-Ehrenfeld in die Gleise und stirbt

Eine Frau ist am Donnerstagabend am Bahnhof Köln-Ehrenfeld unter unklaren Umständen ins Gleis gestürzt und von einem Zug überrollt worden. Die Frau sei dabei getötet worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei in Köln. Zeugenaussagen zufolge gab es zunächst keine Hinweise auf ein Verbrechen. „Wir gehen derzeit von einem Unfall aus“, sagte die Sprecherin.

Die Kriminalpolizei sei für die weiteren Ermittlungen hinzugezogen worden. Die Frau werde obduziert, dabei solle auch geklärt werden, ob sie unter Alkoholeinfluss stand.

Der Zug, der die Frau überrollt hatte, sei komplett geräumt worden, berichtete die Feuerwehr. Die Augenzeugen mussten vom Rettungsdienst betreut werden. Insgesamt seien mehr als 40 Kräfte mit 15 Fahrzeugen im Einsatz gewesen. Wegen des Notarzteinsatzes im Gleis fielen am Abend zahlreiche Regionalzüge aus, wie die Bahn mitteilte.

Tief Wiltrud: Düsseldorf unterbrach die Feiern in der Altstadt

Eine unfreiwillige Feierpause bescherte am Donnerstagabend Tief „Wiltrud“ mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Stundenkilometern den Düsseldorfer Karnevalisten. Wegen einer offiziellen Unwetterwarnung sei das Programm am Altweiberabend von 19.45 Uhr an in der gesamten Düsseldorfer Altstadt unterbrochen worden, teilte das Comitee Düsseldorfer Karneval (CC) mit.

In der gesamten Düsseldorfer Altstadt ruhte das Treiben für etwa eine Stunde und zwanzig Minuten. In der Zeit mussten die Verkaufsstände in der Altstadt sicherheitshalber verlassen werden, sagte ein Sprecher. Ein großes Veranstaltungszelt am Burgplatz in der Altstadt wurde geschlossen, die Musik abgestellt. „Die Leute sollen solange in die Kneipen gehen, das ist sicherer“, sagte der CC-Sprecher.

In Köln gab es keine Unterbrechung

In Köln war es ähnlich stürmisch. Für eine Unterbrechung der Veranstaltungen sahen die Verantwortlichen aber vorerst keinen Grund, wie ein Stadtsprecher sagte. In Köln wurden an einer Bühne an der Universitätsmensa Planen entfernt, die ungünstig im Wind standen. Ansonsten ging das Programm auf zahlreichen Bühnen und Veranstaltungsorten weiter.

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Nordrhein-Westfalen zwischen 20 und 23 Uhr Sturmböen zwischen 70 und 80, in exponierten Lagen und bei kräftigen Schauern sogar 100 Stundenkilometern vorhergesagt.

Dass Düsseldorf und Köln unterschiedlich auf Sturm und schlechtes Wetter reagieren, hat schon Tradition: 2016 hatte die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt - wie zahlreiche andere Städte in Deutschland - ihren Rosenmontagszug wegen heftiger Böen abgesagt, der Kölner Zug fand aber unter starken Einschränkungen statt.

In diesem Jahr stehen nach den bisherigen Einschätzungen der Meteorologen die Chancen für die großen Umzüge in beiden Städten gut: Eine Sturmlage sei nicht in Sicht, hatten die Wetterkundler für Düsseldorf wie Köln prognostiziert. In Köln wird es nach dieser Vorhersage vom Wochenbeginn sogar sehr milde, trocken und es könnte etwas Sonnenschein geben.

dpa/kar

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