Streetfood-Markt trotz Corona? „Man müsste den Stadtpark einzäunen“

dzÜberlegungen für 2020

Gibt es 2020 noch einen Streetfood-Markt im Stadtpark in Schwerte? Gibt es eine Möglichkeit, wo nun Corona-Einschränkungen gelockert werden? Dazu äußert sich Organisator Jan Holtmann.

Schwerte

, 21.06.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sechs Termine sollte es geben: von 16. April bis 17. September, einmal pro Monat, jeweils donnerstags von 16 bis 22 Uhr. So war Jan Holtmanns Plan vor Corona.

Als die Einschränkungen kamen, wurden auch alle Veranstaltungen verboten. Und Holtmann überlegte: Nun ja, frühestens wenn die Bundesliga wieder starte, könne man auch mit der Veranstaltung im Stadtpark wieder loslegen.

Nun steht eine Verlängerung des Veranstaltungsverbots im Raum, bis Ende Oktober, allerdings nur für alles ab 1000 Menschen. Würde das dem Schwerter Streetfood-Markt nicht eine Lücke lassen?

Er überlege selbst, erläutert Jan Holtmann: „Kann man das realisieren?“ Die Antwort, die er sich aber sofort selbst gibt: Erlaubt möge es sein, aber „die Umsetzung ist das Schwierige an der Geschichte.“

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Das sind die Händler auf dem Streetfood-Markt

Wraps, Burger oder doch Frozen Joghurt? Auf dem zweiten Streetfood-Markt im Stadtpark hat man die Qual der Wahl - hier sehen Sie, aus welchen Gerichten Sie wählen können.
16.05.2019
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Bei Cheesy Wonder gibt es nicht nur Käseplatten. Auch die Halloumi-Burger sind auf dem Streetfood-Markt schon länger Tradition. Zur Senf-Challenge hat Frank Rest eine Käse-Senf-Preiselbeer-Torte vorbereitet.© Aileen Kierstein
Dips, Cremes und jede Menge Antipasti hat "A.R. Markt-Feinkost" aus Dortmund nach Schwerte mitgebracht.© Aileen Kierstein
Streetfood-Markt-Organisator Jan Holtmann hat am Stand von Ocean's Craft Fisch im Angebot - zum Beispiel den Burger mit Garnelen in Senf-Sauce.© Aileen Kierstein
Auch einen Frozen Joghurt kann man sich auf Wunsch zusammenstellen lassen - wahlweise mit Schokolade, Gummibärchen oder Früchten.© Aileen Kierstein
Fleischig wird es bei den Jungs von Baseburger. Mit verschiedenen Burgern standen sie auch im Mai auf dem Streetfood-Markt.© Aileen Kierstein
Bratwurst, Steak oder Burger? Am Stand von Edles Fleisch kann man sich das gewünschte Stück auch von der Frischtheke aussuchen.© Aileen Kierstein
Wrap Attack: Vegetarische oder fleischige Wraps mit verschiedenen Extras sind auch dieses Mal auf dem Streetfood-Markt dabei.© Aileen Kierstein
Marla & Mathilda's können mit veganen Gerichten beim Streetfood-Markt punkten.© Aileen Kierstein
Kartoffelwaffeln mit Pastrami gibt es bei Maple's Gourmet Waffel. Alternativ gibt es auch eine Veggie-Version.© Aileen Kierstein
Barbera, ein Familienunternehmen aus Bochum, verkauft Kaffee aus Neapel.© Aileen Kierstein
Die etwas anderen Pommes: Gedrehte Kartoffeln am Spieß gibt's bei Spiralalla.© Aileen Kierstein
Kein Food, aber jede Menge Drinks und Cocktails hat der Stand von Cocktailmoving im Angebot.© Aileen Kierstein
Burger und Tacos mit Rind oder Pulled Pork kann man am Stand von California Moving futtern.© Aileen Kierstein
Erdbeer-Prosecco mit Glas-Trinkhalm gibt es bei den Pusceddus von Vielerlei. Zur Senf-Challenge wird ein offener Spargel-Burger mit Apfel-Calvados-Senf-Creme angeboten.© Aileen Kierstein

Ein eingezäunter Stadtpark und mehr Security

Denn plötzlich könne er als Veranstalter nicht mehr gelassen sein. „Man müsste sicherlich den kompletten Stadtpark einzäunen.“ Um 100-prozentig zu gewährleisten, dass weniger als 1000 Besucher da seien. Zudem müsse sich Security darum kümmern, dass sich die Streetfood-Gänger auch ordentlich verhalten. Dass sie Abstand hielten und die strengen Hygienevorschriften befolgten.

„Es ist dann eine Kosten-Aufwand-Nutzen-Rechnung“, findet Holtmann, der die Märkte seit 2018 organisiert. Viele Streetfood-Kollegen hätten ihn schon gefragt, ob sie bald wieder kommen könnten. Kein Wunder: Auch dieser Branche geht es schlecht. Für viele, die nur Streetfood-Märkte und Catering machen, liegen die Einnahmen fast bei Null.

„Wir haben uns so viel aufgebaut und wir wollen uns das nicht kaputtmachen durch eine Infektion.“
Jan Holtmann, Streetfood-Markt-Organisator

Holtmann selbst kann es nachvollziehen, auch wenn sie Sache bei ihm anders aussieht. „Für mich ist Streetfood eher ein Hobby“, sagt Holtmann. Er verdiene sein Geld auf Wochenmärkten. Und die seien ja weiter offen geblieben.

Deshalb wolle er auch nichts übers Knie brechen: „Wir haben uns so viel aufgebaut und wir wollen uns das nicht kaputtmachen durch eine Infektion.“ Ein denkbares Szenario sei doch, dass man sich an alle Hygienevorschriften halte, dass aber ein Besucher unbewusst den Coronavirus mit auf den Streetfood-Markt bringe und dort verteile.“

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Impressionen vom Streetfood-Markt

Die Regengüsse am frühen Nachmittag ließen manche Schwerter zunächst zögern. Doch wer dann kam, bereute es nicht, beim Streetfood-Markt im Stadtpark gewesen zu sein.
15.08.2019
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Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz
Wer gekommen war, hatte seinen Spaß beim Streetfood-Markt im Stadtpark.© Reinhard Schmitz

Tendenz: Absage für 2020, warten auf 2021

Holtmann weiß: Das wäre das Aus für die Veranstaltung. Oder wolle 2021 jemand gerne zum Karneval in den Kreis Heinsberg oder zum Starkbierfest nach Mitterteich, zu Veranstaltungen also, auf denen sich das Virus explosionsartig verbreitete?

Wieso gehe man zum Streetfood-Markt? Holtmanns Antwort: „Man will essen, was trinken, Freunde treffen. Und da will ich nicht die Sorge haben, dass das Risiko höher ist als sonstwo.“ Insofern warte er lieber ab bis 2021.

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